Glow Energy heißt das Start-up, mit dem Espeter und seine drei Mitgründer in der Gründungsphase stecken. Das passt zunächst nicht zu einem Reiseveranstalter wie Matoke Tours, der Afrika-Reisen anbietet, aber Espeter hat bei seiner Wahl über Branchengrenzen hinweg gedacht: Mit Matoke Tours fand er ein Unternehmen, dass in Europa sitzt und den Schritt nach Uganda gemacht hat, also den gesamten Gründungsprozess eines Unternehmens in Ostafrika schon kennt – genau in der Region, die für Glow Energy der Ausgangsmarkt sein soll. Für Espeters Projekt ein großer Pluspunkt: „Das kann mir durch die Erfahrungswerte, die die Jungs hier gesammelt haben, für unsere Gründung enorm weiterhelfen.“

Solche Chancen sind es, die Butters meint, wenn er über das Programm spricht: „Es öffnet den Blick für internationalen Möglichkeiten in einem sehr frühen Stadium der eigenen Gründung und bietet den Jungunternehmern so eine weitere europäische oder sogar globale Perspektive.“ Dass das auch bei einem Europaprogramm manchmal bis nach Afrika führt, zeigt das Beispiel Espeters. Mit den Erfahrungen, die er dank seines Gastgeberunternehmers aktuell vor Ort in Uganda sammelt, schafft er eine organisatorische Grundlage für sein Start-up. Wenn Espeter im Sommer seinen Austausch beendet hat, soll die Gründung perfekt und das erste Produkt serienreif sein.

Aber Espeter nutzt Erasmus nicht nur für seine Zwecke, er unterstützt durch seine Arbeit auch den Gastgeber – so wie die Förderung es vorsieht: „Dadurch, dass ich bereits Arbeitserfahrung im Bereich Marketing und Kommunikation sammeln konnte, ist es auch einfacher Matoke Tours etwas zurückzugeben“, sagt der Kasseler. So betreut er das deutsche Marktsegment und unterstützt etwa den Relaunch der deutschen Matoke-Tours-Website. „Da gibt man gerne etwas zurück, dafür dass man deren Erfahrungsschatz nutzen und auf deren Know-How zurückgreifen kann, um unsere Gründung voranzubringen.“