Alkoholisches Eis von SuckIt, die Parkapp von Evopark – diese Start-ups wollen sich in der Höhle der Löwen beweisen.

Oscar & Trudie (Wien)

Unternehmerfamilie und Tierliebhaber: Diese Konstanten verbinden Stefanie Hofbauer und Thomas Steinbach – und bilden gleichzeitig die Grundlage für ihr Start-up. Sie bieten ein Hundefutter an, das regional und nach Bio-Standard hergestellt wird. Von der ersten Idee bis zum Verkaufsstart vergingen drei Jahre, das Paar investierte bereits 70.000 Euro.

Das hat sich gelohnt: Seit Ende 2015 sind drei Sorten Hundefutter im Glas über den eigenen Online-Shop und Fachhändler erhältlich. Nun wollen die beiden Gründer 100.000 Euro für 20 Prozent an ihrem Unternehmen.

SuckIt (Köln)

Das Eis mit Schuss bieten Max Scharpenack und Elvir Omerbegovic aus Köln. Rum Orange, Strawberry Daiquiri, Gin Tonic, Vodka Energy und Melon Sour – das sind nicht nur populäre Clubgetränke, sondern auch die Sorten, die die Gründer mit ihrem Start-up bislang anbieten. Künftig soll das Start-up noch bekannter werden – auch international. Aber dafür brauchen die beiden Gründer Geld. Sie fordern von den Löwen 350.000 Euro und bieten zehn Prozent am Unternehmen. Bislang ist der Eis in Clubs, Bars oder auf Festivals erhältlich.

SunnyBAG (Graz)

Dünne und flexible Solarpanele in eine Tasche oder einen Rucksack integriert – und mit einem Akku verbunden. Das soll eine umweltfreundliche Lösung gegen ständig leere Smartphone-Akkus sein. Die Ladezeit hängt von der Sonneneinstrahlung ab: Bei voller Sonne reichen zwei bis drei Stunden, bei leichter Bewölkung dauert eine vollständige Aufladung fünf bis sechs Stunden.

Stefan Ponsold und Philip Slapar bieten mit ihrem Start-up aktuell vier Modelllinien an, alle wiegen unter zwei Kilogramm. Für die Expansion brauchen sie nun ein Investment von 200.000 Euro und bieten den „Löwen“ dafür 10 Prozent Firmenanteile.

Onkel Wolle (Duisburg)

Einen Gebrauchtwagen zu kaufen, kann für Laien eine Herausforderung sein: Das Duisburger Start-up Onkel Wolle will helfen – und schickt Kfz-Mechaniker mit zum Kauf, die das Auto fachmännisch begutachten und bei Preisverhandlungen helfen. Künftig soll der Service auch über Duisburg hinaus angeboten werden. Dafür brauchen die drei Gründer 50.000 Euro – und bieten 16,5 Prozent ihres Unternehmens.

Evopark (Köln)

Stattliche 1,5 Millionen Euro fordern die vier Gründer von Evopark – und bieten 15 Prozent an ihrem Unternehmen. Mit einer App will das Kölner Start-up Parken bequemer und teilweise auch billiger machen. Zu den Partnern zählen unter anderem Parkhausbetreiber – und auch Daimler hat schon einen einstelligen Millionenbetrag investiert.

Das Start-up wurde 2014 mit der Vision gegründet, nie wieder einen Parkschein ziehen und Kleingeld suchen zu müssen – stattdessen gibt es eine Plastikkarte, die Schrank per Funk öffnen. Inzwischen ist Evopark in 16 Städten verfügbar, darunter Düsseldorf und Koblenz. Das Angebot soll nun deutlich ausgebaut werden – auch mit Hilfe der Löwen.

Pannenfächer (Kaufbeuren)

Reflektierende Neonschilder mit verschiedenen Botschaften hat Richard Kalartz erfunden. Sie zeigen bei einem Unfall an, was der Betroffene am Straßenrand benötigt – oder eben auch nicht. Denn oft passieren weitere Zusammenstöße, wenn Menschen helfen wollen. Der Pannenfächer zeigt dann etwa an „Brauche Benzin“ oder „Hilfe kommt“ an.

Das Produkt hat der 53-Jährige mit finanzieller Unterstützung der ganzen Familie und von Freunden entwickelt. Die Schwester hat sogar ihre Altersvorsorge investiert. Um seinen Fächer nun weiter zu vermarkten, braucht der Maler und Lackierer 75.000 Euro und bietet 15 Prozent seines Unternehmens.