Wie haben Sie sich auf den Pitch vorbereitet?
Wir haben unseren Pitch geübt, sowohl hier im Büro als auch beim ProSiebenSat.1 Accelerator. Aber die Situation im Studio der Löwen, mit dem Scheinwerferlicht und der Aufregung ist natürlich noch mal etwas ganz anderes.
Während der Präsentation waren die Löwen still und auch sehr interessiert. Erst bei der Fragenrunde ging es dann heiß her. In diesem Moment unsere Idee so zu kommunizieren, dass alle fünf Löwen wieder still wurden, haben wir nicht
geschafft.

Die Löwen hatten den Eindruck, dass Sie selbst die Besonderheiten Ihres eigenen Produktes nicht kennen. Was hätten Sie besser machen können?
Ich glaube schon, dass wir im Pitch unsere Alleinstellungsmerkmale kommunizieren konnten. Aber vielleicht wäre es besser gelaufen, wenn nur einer von uns den Vortrag gehalten hätte. So wollte jeder von uns noch etwas hinzufügen, was dann wohl schlussendlich den Eindruck erweckte, dass wir nicht wissen, was besonders an uns ist. Judith Williams war aber trotzdem sehr begeistert.

Sie sagte, ein Saftkur habe ihr Leben verändert. Dennoch entschied Sie sich am Ende gegen ein Investment.
Das stimmt. Allerdings bot Sie uns einen Workshop an, in dem wir von ihr lernen sollen, unser Produkt noch besser zu verkaufen. Und von wem könnten wir besser beraten werden als von der Queen des Homeshopping? Sie hat das Produkt total verstanden. Und auch die Besonderheit, dass unsere Produkte nicht nur durch Regionalität und Frische punkten, sondern durch das angewendete Hochdruckverfahren von ausgesprochen guter Qualität sind.

Wie ging es nach der Show weiter? Haben Sie einen neuen Investor gesucht?
Sechs Prozent unserer Firma gehören bereits Investoren. Sehr früh ist bereits Oliver Samwer von Rocket Internet eingestiegen, außerdem auch SG Energie aus München. Vor drei Monaten haben sie ihre Teile dann gemeinsam auf 13 Prozent erhöht. Wenn einer der Löwen bei uns investiert hätte, hätten wir anschließend keine weiteren Prozente abgegeben.