In der sechsten Folge der Höhle der Löwen dreht sich alles um die Themen Gesundheit und Schönheit. Ob das die Investoren überzeugt?

Lizza aus Frankfurt

Hinter Lizza versteckt sich eine glutenfreie, kohlenhydratarme und proteinreiche Pizza. Denn der Teig besteht nicht aus Weizen, sondern aus Lein- und Chiasamen. Lange tüftelten die beiden Gründer Marc Schlegel und Matthias Kramer an dem Rezept – nun wollen sie expandieren und nicht länger nur im Foodtruck auf Festivals verkaufen, sondern auch im Einzelhandel. Von den Löwen wollen sie 150.000 Euro und sind bereit, dafür zehn Prozent ihres Unternehmens abzugeben. Bislang haben sie 100.000 Euro in ihr Projekt gesteckt, das ursprünglich gar keine Pizza werden sollte, sondern eine App. Aber die selbstkreierte Pizza schmeckte nicht nur den beiden Gründern, sondern auch Freunden und Verwandten. Deshalb kündigten sie ihre Jobs als Informatiker und Wirtschaftswissenschaftler und machten sich selbstständig.

Vocier aus Wien/Düsseldorf

Wer kennt nicht: Ein Anzug im Koffer oder im Handgepäck knittert schnell, ein zusätzlicher Kleidersack nervt. Michael Kogelnik und Vinzent Wuttke waren Investmentbanker und kennen das Problem aus eigener Erfahrung. Deshalb gründeten sie Vocier und entwickeln Produkte, die einen knitterfreien Transport der Kleidung ermöglichen. Diese bestehen aus festen Kunststoffen, die eigentlich aus der Automobilindustrie kommen, und aus Leder. Seit 2012 gibt es das Start-up, für ihre Produkte haben die Gründer mehrere Patente angemeldet. Weil bislang vor allem Männer die Produkte kaufen, wollen sie nun auch eine Linie für Frauen entwickeln. Dafür brauchen sie von den Löwen 250.000 Euro und wollen fünf Prozent ihres Unternehmens hergeben. 

Frooggies aus Vaduz

Obwohl frische Früchte gesund sind, verderben sie auch relativ schnell – nicht, wenn man sie gefriertrocknet. Genau das ist die Idee hinter Frooggies. Philippe Nissl, Sarah Nissl-Elkuch und Patrick Elkuch mahlen unbehandelte Frischware – ohne Zusatzstoffe – und erhalten so alle Vitamine. Das Fruchtpulver wird seit April 2015 in Deutschland hergestellt – bislang wird es vor allem online verkauft. Ob sich das in Zukunft ändert, wird auch von der Laune der Löwen abhängen. Die Gründer fordern 40.000 Euro und sind bereit, zehn Prozent an ihrem Unternehmen abzugeben. 

My Beauty Light aus Kassel

Es werde Licht – und das beim Schminken. Klingt im ersten Moment ungewöhnlich? Ist es gar nicht, denn die häufigsten Schmink-Fehler entstehen durch falsche Beleuchtung. Mal ist das Licht zu dunkel, mal zu ungleichmäßig. Susi Armonies möchte dieses Problem nun mit ihrem Start-up My Beauty Light lösen. Ihre Leuchten können flexibel am Spiegel befestigt werden, simulieren Tageslicht und geben Farben unverfälscht wieder. Sie sind sowohl für den Privatgebrauch als auch für professionelle Maskenbildner einsetzbar. Von den Löwen fordert sie 80.000 Prozent für 15 Prozent. 

WeCharge aus Biel (Schweiz)

Gleich drei Millionen Euro möchte Andreas Felsl für seine Ladestation von den Löwen – für 30 Prozent am Unternehmen. Es ist die bislang höchste Summe, die jemals in der Höhle der Löwen gefordert wurde. Bisheriger Rekordhalter ist Math42. Die beiden Brüder Maxim und Raphael Nitsche hatten eine eine App entwickelt, die Schülern Nachhilfe gibt und dabei Begriffe und Gleichungen Schritt für Schritt erklärt. Mit einem Deal klappte es damals  allerdings nicht. WeCharge-Gründer Fell ist optimischer: „Ich glaube, das ist die Mindestsumme und man muss schnell sein”, so der Schweizer über seine Entwicklung WeCharge. Er möchte private Haushalte mit einer Ladestation ausstatten, die sich via App steuern lässt.

Mach Dich Bunt aus Fürstenau 

Der Niedersachse Alexander Gomer entwickelte eine Alternative zum sogenannten Hilo-Pulver, das bei Holi-Festivals, die ihren Ursprung im Hinduismus haben, verwendet wird. Die Besonderheit: Die Farbe kann auch in geschlossenen Räumen verwendet werden, denn sie ist biologisch abbaubar, wasserlöslich, färbt nicht ab, besteht aus Maisstärke und ist mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. Um sein Unternehmen Mach Dich Bunt und sein Lizenzsystem „The Pillow Fight” (Kissenschlacht-Partys) weiter voran zu bringen, braucht er 100.000 Euro und will zehn Prozent an seinem Unternehmen abgeben.