Anne und Stefan Lemcke von Ankerkraut stecken aktuell ihre Energie ins weitere Wachstum der Firma. „Wir kämpfen uns voran – die Prozesse im Einzelhandel sind sehr zäh“, sagte Stefan Lemcke zu WirtschaftsWoche Gründer. Dieses Jahr will das Ehepaar die Marke von zehn Millionen Euro Umsatz knacken. Ihre Gewürzgläser nehmen im Laden mehrere Regale ein, direkt am Eingang zur Straße. Mit ihren 60 Mitarbeitern verkaufen sie pro Jahr um die drei Millionen Gläser, die bereits in einigen Supermarktketten gelistet sind.

Noch wachse die Firma mit Sitz in Jesteburg bei Hamburg aus ihren Gewinnen, sagt Gründer Lemcke. Noch halten er und seine Frau 70 Prozent der Anteile an seinem Unternehmen. 2018 könnte sich das ändern. Dann gehe es um „richtiges Geld“, wenn sich sich Ankerkraut möglicherweise einen weiteren Investor zur Unterstützung holt. Stefan Lemcke peilt 1,5 bis 3 Millionen Euro an.

Vertrauen in die „Löwin“

Auch Murat Akbulut steht mit seinem Start-up vor dem nächsten Schritt. Er will unter dem Namen Popcornloop nicht mehr nur eine Art Popcornmaschine für den Kochtopf verkaufen, sondern künftig auch mit fertigem Popcorn ins Nahrungsmittelgeschäft einsteigen. Gerade in den USA sieht er großes Potenzial für sein Unternehmen – und er glaubt an die Unterstüzung seiner „Löwin“: „Mit Hilfe von Judith Williams schaffe ich alles.“

Seit 2015 hat er 250.000 Stück seines Popcornloops verkauft, hauptsächlich über den Teleshopping-Sender HSE, das Warenhaus Globus und Media Markt. Wie viele davon im Kölner Laden über die Kasse gehen werden, könne er aber nicht einschätzen. Zum Start sind dort unter anderem auch Dirndl von Limberry, Strumpfhosen von Bataillon Belette, Klebstoff von Blufixx oder Suppen von Little Lunch vertreten. Aus der aktuellen Staffen könnten beispielsweise Protect Pax mit einem unsichtbaren Display-Schutz fürs Smartphone und Hearts for Heels mit herzförmigen Schaumeinlagen für hochhackige Schuhe dazukommen – wenn ihnen tatsächlich ein Deal gelingt.