Das Start-up eBall bietet ein rollendes Gefährt, Joidy will die Geschenksuche erleichtern. Welche Gründer die Löwen überzeugen wollen.

Zzysh (Murten)
Bereits 2012 startete der Schweizer Manfred Jüni mit seiner Erfindung: Er hat ein System entwickelt, mit dem man Sekt-, Wein- oder Champagnerflaschen wieder verschließen kann. Sechs Millionen Euro hat er bislang in die Erfindung gesteckt, nun braucht er abermals Geld – und das nicht zu knapp. Er fordert von den Löwen eine Million Euro und würde zehn Prozent an seinem Unternehmen abgeben.


eBall (Essen)
Zweieinhalb Jahre und 250.000 Euro hat Uli Sambeth bereits in seinen Prototypen investiert, mit dem er Segways Konkurrenz machen will. Mit Hilfe von einem Mechaniker, einem Elektriker und einem Programmierer entwickelte er einen sogenannten eBall. Die Besonderheit: Durch die Verlagerung des Gewichts kann er nicht nur nach rechts und links, vorne und hinten fahren, sondern wird schneller, je mehr Gewicht verlagert wird – maximal jedoch 22 Stundenkilometer. Außerdem kann sich das Gerät um die eigene Achse drehen. Von den Löwen erhofft sich der Familienvater ein Investment von 500.000 Euro und ist bereit, dafür 12,5 Prozent abzugeben.
GØLD‘S (Offenbach am Main)
Johannes Keppler, Martin Ganskow und Martin Kroll wollen etwas für Männer tun – genauer gesagt für deren Bärte. Sie haben Bartöle entwickelt, die größere Geschmeidigkeit, Hautpflege, schimmernden Glanz und leckeren Duft versprechen. Die Besonderheit: Die Öle bestehen lediglich aus Jojoba-, Hanfsamen- oder Mandelöl. Dafür verzichten sie auf Alkohol, Öl oder Wasser. Je nach Bartlänge reichen 30 Milliliter bis zu sechs Monate. Nun wollen die Gründer das Sortiment erweitern: Von den Löwen brauchen sie dafür 75.000 Euro und bieten zehn Prozent an ihrem Unternehmen.

Joidy (Berlin)
Auf die Schnelle ein Geschenk zu finden, ist oft ein Problem. Philippe Singer und Timo Müller wollen helfen: Sie haben eine App entwickelt, mit der die Nutzer automatisch Geschenke an einen Kontakt auf dem Smartphone verschicken können. Sie bezahlen über Paypal oder Kreditkarte. Jedes analoge oder digitale Geschenk enthält eine persönliche Video- oder Textnachricht. „Ein Investment von Frank Thelen würde uns viel bedeuten“, hoffen die beiden Gründer. „Er hat in der Digitalbranche viel drauf und wir sind auf der Suche nach einer strategischen Partnerschaft.“ Sie fordern von den Löwen 200.000 Euro und wollen zehn Prozent am Unternehmen abgeben.

Nutriday (Berlin)
Eine natürliche, aber ausgewogene Ernährung für Hunde ist zeit- und kostenintensiv. Aber in herkömmlichem Futter ist oft nicht alles drin, was der Vierbeiner braucht. Thomas Löbke hat daher ein Nahrungsergänzungsmittel entwickelt, das aus luftgetrocknetem Gemüse, Obst und Kräutern besteht und ohne künstliche oder synthetische Zusatzstoffe auskommt. Für das Wachstum des Unternehmens braucht der 37-Jährige ein Investment von 90.000 Euro und bietet 20 Prozent. Löbke hat das Start-up 2015 gegründet.

Kinderleichte Becherküche (Gottenheim)
Kinder sinnvoll zu beschäftigen: Das ist das Ziel von Erzieherin Birgit Wenz und ihrem Mann Stefan. Deshalb hat das Ehepaar die kinderleichte Becherküche für Kinder ab vier Jahren erfunden. Mit den Anleitungen mit großen Bildern und einem farbigen Messbecher-Set in unterschiedlichen Größen können selbst Kinder Muffins, Waffeln, Kekse oder Brot backen. In fünf Jahren soll jedes Kind die Becherküche kennen: Mit dieser Vision treten Birgit und Stefan Wenz in der „Höhle der Löwen“ an. Sie hoffen auf 100.000 Euro und sind bereit, 20 Prozent am Unternehmen abzugeben. Das Geld wollen sie in Marketing und Vertrieb stecken.