34 Deals kamen in der dritten Staffel der Höhle der Löwen insgesamt zustande, acht platzten. Welcher Juror am meisten investierte. 

Judith Williams 

Zu den vorsichtigen Investoren zählt Home-Shopping-Queen Judith Williams: Sie investierte nur in fünf Start-ups, bei ihr scheiterten anschließend zwei in den Verhandlungen. So gab sie insgesamt nur 300.000 Euro aus. Bei Limberry ist sie mittlerweile zum Gesicht einer Kampagne aufgestiegen. Sie investierte außerdem noch in die 360-Grad Skatekugel eBall, die alle Juroren überzeugte, und  die Anti-Karies-Pastillen von Penta Sense. 

Jochen Schweizer

Sieben Deals machte Unternehmer Jochen Schweizer, zwei scheiterten. Überzeugen konnten anfangs die drei Gründer des Sporthandtuchs Towell. Der Deal hat sich auch für sie gelohnt: Nach der Höhle der Löwen wurden innerhalb weniger Wochen 380.000 Handtücher geordert – noch heute kann der Ansturm kaum bewältigt werden. Der Deal mit Jochen Schweizer aber platzte, Ralf Dümmel machte alleine weiter. 

Erfolgreich hingegen ist das Internetportal für Hochzeiten Foreverly. Die Gründerin wollte ihre Produkte weiter entwickeln und konnte damit Jochen Schweizer überzeugen, ebenso wie die Gründer des Fruchtpulvers „Froggies“. Sie entwickelten eigens einen Jochen-Schweizer-Proteinshake. Insgesamt investierte der Unternehmer 390.000 Euro.

Frank Thelen

Der Internet-Experte ist ein alter Hase in der Jury der Vox-Sendung und wollte immerhin in sechs Start-ups investieren, zwei Deals scheiterten allerdings schon, einer steht noch auf der Kippe. Auch er profitiert vom Erfolg der glutenfreien Pizzen von Lizza. Und bewies wieder einmal ein glückliches Händchen. 

Die Gründer von Ankerkraut haben nur gute Worte für ihren Investor übrig: „Frank Thelen fordert und fördert sehr viel“, sagte Stefan Lemcke im Interview mit WirtschaftsWocheGründer. In den Online-Shop für Gewürze investierte er 300.000 Euro und bekam 20 Prozent am Unternehmen. Gingen die Gründer Anfang des Jahres noch von einem Umsatz von 3,5 Millionen Euro aus, könnten es nun bis zu fünf Millionen Euro werden – auch dank Frank Thelen. 

Zieht man die geplatzten Deals oder jene, die noch verhandelt werden ab, so investierte Frank Thelen insgesamt 475.000 Euro.

Carsten Maschmeyer

Löwen-Neuling Carsten Maschmeyer war deutlich vorsichtiger und investierte in nur fünf Start-ups, darunter in den Online-Shop für Luxus-Dirnd

Limberry und die glutenfreie Pizza von Lizza. Beides mit Erfolg: Lizza produziert mittlerweile 10.000 Pizzen am Tagkämpft aber noch immer mit der Last der Bestellungen. Aktuell beträgt die Lieferzeit in Deutschland bis zu drei Wochen. Bei Limberry haben sich die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr mittlerweile verdreifacht, und die Expansion nach Österreich und in die Schweiz steht an. 

Insgesamt gab Maschmeyer 975.000 Euro aus, obwohl der Deal mit Glorify noch nicht steht – es wird noch verhandelt.

Ralf Dümmel

Es ist die erste Staffel für den Unternehmer. Aber der Hamburger erwies sich als freudiger Investor und gab das meiste Geld für insgesamt 23 Start-ups. So investierte er etwa in den Malzaufstrich „Malzit“ und bewies damit Herz. Die Gründerin, die das Unternehmen aus der Not heraus aufbaute, hat schon jetzt das Zehnfache ihres Jahresumsatzes gemacht – auch dank der Hilfe von Ralf Dümmel

Er investierte vor allem in Gebrauchsgegenstände wie die Haushaltshilfe „Bügel-Clou“, die Abflussfee und die Schlafweste Nachtwächter. Insgesamt gab er knapp 2,5 Millionen Euro aus. Allerdings scheiterten bei ihm nachträglich auch die meisten Deals.