Über sechs Millionen Euro investierten die Löwen in der dritten Staffel. Diese acht Deals platzten nach der Sendung.

Mit einem Handschlag werden die Deals vor laufenden Kameras besiegelt. Nach der Sendung geht es in die harten Verhandlungen: Bei einigen Start-ups ändern sich nur die Konditionen, bei anderen platzt der ganze Deal. Und zwar bei diesen.

Try Foods

Frank Thelen, Jochen Schweizer und Ralf Dümmel wollten in TryFoods investieren – und machten Gründer Jörn Gutkowski und seinen Probiersets ein Angebot. Er entschied sich letztlich für den Internet-Experten Thelen.

Nach der Sendung aber kam es zu keinem Investment: „Frank Thelen und ich hatten einfach unterschiedliche Vorstellungen und haben am Ende beschlossen, dass eine Zusammenarbeit, wie sie angedacht war, so keinen Sinn ergeben würde“, sagte Gutkowski im Interview mit WirtschaftsWoche Gründer. Weil der Internetexperte aber trotzdem von dem Konzept überzeugt war, bekam der Gründer ein günstiges Darlehen, mit dem er Produkte vorproduzieren lassen konnte. Außerdem half Thelen mit Kontakten weiter.

SugarShape

Mit ihrem Online-Shop für Dessous sorgten die Schwestern Sabrina Schönborn und Laura Gollers für Furore – nicht zuletzt auch, weil sie eine halbe Million Euro von den Löwen forderten. Judith Williams und Frank Thelen wollten investieren und jeweils zehn Prozent am Unternehmen. Trotz eines intensiven Austausches nach der Sendung scheiterte der Deal.

„Zwar ist am Ende der Deal aus der Show so nicht zustande gekommen – aber es gibt bereits Ideen für eine zukünftige Kooperation“, sagte Sabrina Schönborn im Interview mit WirtschaftsWoche Gründer. Dafür konnten die Unternehmerinnen einen anderen Investor überzeugen, der dabei helfen soll, die VIB-Boxen erfolgreich zu machen.

Das Kaugummi

Gesunde Kaugummis in drei Geschmacksrichtungen – das überzeugte Ralf Dümmel zunächst. Er wollte 250.000 Euro investieren und 20 Prozent am Unternehmen haben. Geld floss letztlich aber nicht, so dass die drei Gründer noch immer alle Unternehmensanteile halten. Einen positiven Effekt hat die Kooperation trotzdem: Das Dümmel Unternehmen DS Invest kaufte große Mengen der Kaugummis und platzierte das Produkt in mehreren Supermärkten.

Genau diese Platzierung war aber der Knackpunkt der Kooperation: Die Gründer wollten einen „nachhaltigen Partner“ und die Kaugummis nicht in erster Linie bei Discountern unterbringen.

Holzpost

100.000 Euro wollte Felix Bank für sein Start-up, die bekam er auch. Es sollte seiner Geschäftsidee – Feriengrüße auf einem Holzbrett – neuen Schwung geben. Über die Gründe für den geplatzten Deal schweigen aber sowohl Ralf Dümmel wie auch der Gründer von Holzpost.

SunnyBag

Auch dieser Deal, in den Ralf Dümmel 200.000 Euro investieren wollte, scheiterte nach der Sendung. Die Gründer aus Graz haben Solarpanele so in eine Tasche oder eine Rucksack integriert, dass sie sich immer bei Sonneneinstrahlung aufladen, so dass der Smartphone-Akku jederzeit entspannt geladen werden kann. Eine Vertriebskooperation kam zustande, auf mehr wollten sich weder Gründer noch Ralf Dümmel bislang einlassen.

Glorify

Eine Sonnenbrille, die niemals kaputt geht. 500.000 Euro wollten die Gründer für gerade einmal fünf Prozent der Firmenanteile. Darauf wollten sich Frank Thelen und Carsten Maschmeyer nicht einlassen: Sie forderten 20 Prozent am Unternehmen, waren aber auch bereit, 750.000 Euro zu geben – das wäre eine der höchsten Summen gewesen, die jemals in der Höhle der Löwen gezahlt worden wären. Die Summe ist aber noch nicht geflossen, aktuell verhandelt nur noch Carsten Maschmeyer mit dem Gründer, Frank Thelen hat sich zurückgezogen.

Find Peguins

Für 200.000 Euro wollte Jochen Schweizer die Reiseplattform FindPeguins aus München übernehmen. Tobias Riedle möchte Reisenden die Möglichkeit geben, ihre Erlebnisse schneller festzuhalten, um diese wiederum für Freunden und Familie erfahrbar zu machen. Der Deal kam nicht zustanden, die Verhandlungen wurden gestoppt.

Gruezi Bag

Hochwertige Schlafsäcke bot Markus Wiesböck in der Höhle der Löwen an. Ralf Dümmel war begeistert, wollte 100.000 Euro für 25,1 Prozent der Firmenanteile investieren. Bislang sind die Verhandlungen nicht gescheitert, sie laufen aber noch immer. Ende offen.