Bei Thesius geben Unternehmen und Forschungseinrichtungen nicht nur einen Link auf ihre Homepage ein, sondern stellen ihre Themenideen direkt auf der Plattform vor. Sie erhalten Zugang zu einem Content-Management-System und können dadurch genau einsehen, wie viele und welche Studierenden sich ihre Ideen angeschaut haben.

Für Unternehmen hat Thesius daher einen gewissen Mehrwert; für Studierende ist die Nutzung aber etwas weniger eingängig und übersichtlich als bei Die-Bachelorarbeit und Die-Masterarbeit. Schließlich hat Thesius mehrere Funktionen und dient nicht nur Studierenden, um ein Abschlussarbeit-Thema zu finden, sondern auch Doktoranden zur Vernetzung untereinander, Hochschulen zum Management von Abschlussarbeiten und Unternehmen zur Selbstdarstellung. Etwa 10 000 Studierende nutzen Thesius laut der Betreiber, davon etwa ein Drittel Doktoranden.

Hinter Thesius stehen die drei Gründer Michael Grupp, Jennifer Lee Antomo und Dennis Albert, die während der Gründung alle drei selbst Doktoranden in Mainz waren. „Unsere Vision war von Anfang an ein umfassendes Portal für die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“, sagt Michael Grupp.

Unternehmen zahlen für Premiumfunktionen

Unternehmen und Studierende profitieren von Thesius und Die-Bachelorarbeit beziehungsweise Die-Masterarbeit. Für die Start-ups sind die Portale allerdings noch keine Goldgrube. Studierende nutzen die Angebote völlig kostenfrei, Unternehmen müssen nur zum Teil etwas bezahlen und alle drei Portale sind werbefrei.

Die-Masterarbeit und Die-Bachelorarbeit finanziert sich aktuell vor allem über ein Exist-Stipendium in Höhe von 120 000 Euro, das noch bis April läuft. „Daher hatten wir die große Freiheit, das Portal zunächst möglichst nutzerfreundlich zu gestalten statt direkt ein profitables Geschäftsmodell zu erarbeiten“, sagt Näsemann.