“Die Dienstleister sind stärker in der Lage, sich selbst zu organisieren”, sagt Franke. Das könnte dem  Unternehmen auch helfen, falls die Debatte über Arbeitsverhältnisse in der On-Demand-Economy aus den USA auf Deutschland übergreift. Dort laufen seit einiger Zeit verschiedene Klagen von Uber-Fahrern, die eine Festanstellung verlangen. Auch des US-Putzportal Homejoy war damit konfrontiert und hat seinen Dienst inzwischen eingestellt – auch wegen der Rechtsstreitigkeiten.

“Es wird keine Kürzungen beim Personal geben”

Für Franke ist dieses Thema jedoch derzeit ein Randaspekt, ihm geht es vor allem darum, die eigenen Abläufe zu optimieren. So soll weniger Kommunikation über die Zentrale ablaufen. Betriebswirtschaftlich werden damit unsere Prozesse deutlich schlanker“, sagt Franke. Mehr Effizienz scheint auch nötig, denn nach dem rasanten Wachstum zu Start hatte Helpling die Expansion zuletzt gestoppt. So hat sich das Unternehmen Ende 2015 aus Österreich, Spanien, Schweden, Brasilien und Kanada zurückgezogen. Zudem wurden 20 Prozent der etwa 360 Mitarbeiter entlassen. Die jetzige Änderung soll jedoch keine Stellenstreichungen zur Folge haben. „Es wird dadurch keine Kürzungen beim Personal geben“, verspricht Franke.

Helpling ist weiterhin in neun Ländern aktiv. In den europäischen Kernmärkten wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden hat das Unternehmen 50 000 aktive Kunden und vermittelt mehr als 100 000 Reinigungen pro Monat.