Aus diesen Gründen werdet Ihr vielleicht verstehen, warum VCs Investitionen in Hardware-Start-ups vermeiden und sich eher auf reine Software-Start-ups konzentrieren.

Warum ist Hardware dann der neue Liebling?

Obwohl Software die Welt erobert, interagieren wir den (noch) größten Teil unseres Lebens mit der echten, physischen Welt. Sieht man von Smartphones ab, ist die physische Welt aber noch viel weniger “smart” und vernetzt als die Online-Welt, es gibt also noch unzählige Möglichkeiten für Innovationen.

Auch andere haben schon die Trends aufgezeigt, welche die Eintrittshürden ins Hardwaregeschäft senken und einige der finanziellen Probleme lösen:

  • Prototyping Plattformen (Arduino, Raspberry, Sparkcore, Edison, etc.) und 3D-Druck erlauben es Hardware-Gründern schneller zu optimieren und günstig das passende Produkt für den Markt zu finden
  • Diese Prototyping Plattformen nutzen zudem verbreitete Programmiersprachen, so können Web-Entwickler auch sehr schnell zu Hardware-Entwicklern werden
  •  Technologie verbessert sich schnell und wird gleichzeitig immer günstiger
  •  Smartphones sind allgegenwärtig, sie werden häufig durch neuere Modelle ersetzt und werden so zur
    mächtigsten Plattform für Sensoren jeglicher Art
  •  Dank Online-Vorbestellungen (Kickstarter, Indiegogo) können schon früh kleine Chargen schnell und günstig produziert und vertrieben werden, dadurch gibt es Kundenfeedback und etwas Geld im Voraus zur Vorfinanzierung der eigentlichen Entwicklung und Produktion
  • Supply Chain-as-a-service (PCH, …) hilft bei der Finanzierung und Produktion in der richtigen Größenordnung
  • Online E-Commerce/Software Distributionskanäle funktionieren auch für Hardware-Produkte

Gründer und Kapital stürzen sich immer schneller auf Hardware. Dabei hilft es auch, dass einige größere Hardware-Unternehmen bereits an die Börse gegangen sind (GoPro, Jawbone etc.)

HaaS: Hardware as a Service

Bislang lagen die frühen Erfolge im Hardware-Sektor immer im Konsumentengeschäft. Allerdings sind Endverbraucher schwer vorhersehbar, wenn sie für sich selbst kaufen. Im Gegensatz dazu neigen Geschäftskunden dazu, viel „rationaler“ zu agieren, wenn sie für ihre Unternehmen einkaufen. Sie fragen genau, ob das Produkt ihrem Geschäft weiter hilft.