Finanzielle Förderung und eine interessierte Öffentlichkeit: Ein Gründerwettbewerb des Bundes prämierte junge Start-ups und ihre Ideen auf der Hannover Messe.

Der Veranstaltungsort war nicht zufällig gewählt: Auf der Leitmesse für Industrie und Maschinenbau, der in dieser Woche stattfindenden Hannover Messe, wurden gestern die Preisträger des „Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“ des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ausgezeichnet. Im Umfeld von Produkten und Dienstleistungen rund um die Industrie 4.0 sei das „ein sinnvoller Schwerpunkt“, sagte Andreas Goerdeler, von Seiten des Wirtschaftsministeriums für den Wettbewerb zuständig.

Eine Besonderheit des Wettbewerbs, der unter wechselnden Namen bereits im 21. Jahr ausgerichtet wird, ist der Fokus auf Start-ups in frühen Phasen: Eine offizielle Gründung darf zum Zeitpunkt der Registrierung höchstens vier Monate zurückliegen. „Das Ziel ist, dass jede interessante Gründung eine Chance erhält – auch vor dem Businessplan“, sagte Goerdeler bei der Verleihung.

Die finanzielle Unterstützung und das mit einer Auszeichnung verbundene Coaching erreicht die Gründer somit zu einem frühen Punkt im Unternehmerleben. „Wir wollen unser Team erweitern“, betont Veronika Riederle, Mitgründerin des mit einem Hauptpreis in Höhe von 32.000 Euro ausgezeichneten Start-ups Demodesk. Die Münchener sind aktuell zu dritt unterwegs, wurden offiziell erst im November gegründet – und suchen jetzt Unterstützung für Software und Vertrieb. Mit ihrem Produkt wollen sie das Teilen von Bildschirmen vereinfachen und so Mitarbeiter in Vertrieb oder Weiterbildung erreichen.

Eine Lösung für Geschäftskunden – wie viele der insgesamt 22 ausgezeichneten Start-ups, die aus einer Bewerbergruppe von 169 Jungunternehmen ausgewählt wurden. „Auch für die Digitalisierung der Industrie kommen entscheidende Ideen oft von Start-ups“, sagte Wolfram Groß, Projektleiter des Gründerwettbewerbs bei der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH.

Nächste Seite: Welche Gründerteams einen Hauptpreis erhielten.