„Ältere und erfahrene Menschen bringen gute Voraussetzungen für eine Unternehmensgründung mit“, sagt Arbeitsmarktforscher Udo Brixy vom IAB. Ein Beispiel dafür seien Mütter und Väter, die nach der Babypause wieder zurück ins Berufsleben wollen – nach der Familiengründung könnte dann das erste eigene Unternehmen folgen.

Aber warum macht Erfahrung erfolgreich? Vivek Wadhwa, Unternehmer und Wissenschaftler an der Duke University in North Carolina, erforscht die Lebensläufe von Gründern. Er fand in einer Befragung unter 549 amerikanischen Entrepreneuren aus zwölf verschiedenen Industrien heraus, dass rund 70 Prozent von ihnen der Mittelschicht entstammen, verheiratet sind und mindestens sechs Jahre Berufserfahrung als Angestellte haben. Sechs von zehn der Befragten hatten mindestens ein Kind.

Wadhwa leitet aus seinen Forschungsergebnissen einen Dreischritt ab, der den Erfolg des Alters erklärt: „Ideen entstehen aus Bedürfnissen. Um Bedürfnisse zu verstehen, braucht man Erfahrung – und die kommt im Alter.“

Das lässt sich übrigens auch auf die anfangs genannten Pioniere übertragen. Nehmen wir den Junggründer Steve Jobs: Seine größten Innovationen kamen erst auf den Markt, als er schon Mitte 40 war. Und Mark Zuckerberg? Wird dieses Jahr 33 Jahre alt, auch nicht mehr der Jüngste, aber vielleicht war sein Satz ja auch nur jugendlicher Leichtsinn. Man möchte ihm zurufen: Kopf hoch, das Beste kommt noch, Alter!