„Die Treffen sind immer alle ausgebucht und das Interesse ist sehr groß“, sagt Becker. Bisher habe es so ein Angebot in der Region noch nicht gegeben. Jetzt erreichen sie viele Anfragen von Müttern, die auf der Suche nach Rat und Austausch sind. „Mütter müssen Arbeit und Familie vereinbaren und das ist etwas Besonderes“, sagt sie. Sie hätten es in der Berufswelt häufig schwieriger, weil Arbeitgeber weniger Interesse an Frauen hätten, die durch Kinder vermeintlich unverlässlicher sind. Dabei seien Mütter eine wichtige Ressource. „Viele Frauen wollen nicht nur als Hausfrau agieren, sondern auch berufliche Ziele und Träume erfüllen – auch wenn Kinder da sind“, sagt sie. Mütter bräuchten lediglich flexiblere Arbeitszeiten.

Es geht nicht um das nächste große Ding

So versucht sie Themen bei den Treffen zu finden, die für alle Mütter relevant sind. Ein Thema war zum Beispiel bei einem der letzten Treffen SEO-Optimierung. Damit kennt sich die 31-Jährige durch ihre Onlinefirma aus und für die meisten Mütter ist es interessant, weil sie meist eine eigene Homepage für ihr Unternehmen haben.

Langfristig weiß Eisenhardt noch nicht, wohin sich Mompreneurs entwickelt. Aber sie hofft, irgendwann auch davon leben zu können. Die Teilnahme an den Treffen kostet zehn Euro, leben kann sie davon aber noch nicht. Das Ziel sei aber auch nicht wie so häufig in der Start-up-Szene möglich schnell viel Geld aus der Idee zu machen, sagt sie. Es gehe nicht darum, das nächste große Ding zu landen. „Das Netzwerk soll Müttern eine neue Perspektive geben und sie unterstützen.“