Finanzierung durch Spenden

In der Regel geht es ehrenamtlich los – wie bei CodeDoor. Die Initiative, die Karan Dehghani gegründet hat, will Flüchtlingen Programmieren beibringen. Nach einem Pilotprojekt in Gießen sollen nun Kurse in Berlin und Frankfurt folgen. Bislang arbeiten der Gründer und 25 Freiwillige unentgeltlich. Die Kurse werden von der privaten Online-Akademie Udacity gefördert. Der SAP Stiftungsfonds gab 5000 Euro, die Bahn stiftete Laptops, darüber hinaus erhielt CodeDoor Unterstützung vom Ankommer-Stipendium der KfW Stiftung.

 Die Stipendien haben einen Wert von 12 500 Euro, es beinhaltet allerdings kein bares Geld, sondern Coaching, Workshop und Arbeitsplätze, die das Unternehmen Social Impact bereitstellt. Kein Geld also, um Mitarbeiter zu zahlen. CodeDoor soll sich erst einmal durch Spenden und kleinere Programmieraufträge tragen. Wie es weitergeht, wenn das Projekt wächst, ist noch unklar.

Die Suche nach dem richtigen Geschäftsmodell

An diesem Punkt ist die Job-Vermittlung Workeer.de gerade angelangt. David Jakob und Philipp Kühn haben die Plattform zur Arbeitsvermittlung von Flüchtlingen im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit entworfen. Inzwischen sind die Initiatoren auf der Suche nach dem richtigen Geschäftsmodell. Das Interesse war so groß, dass sie trotz der Unterstützung von Freiwilligen nicht ehrenamtlich weitermachen können. „Wollen wir den nächsten Schritt gehen und Gebühren von Unternehmen verlangen, brauchen wir echte Webentwickler und Designer“, sagt Gründer David Jakob.

Derzeit loten die Gründer Finanzierung über Stiftungen und EU-Fördergelder aus. Auch mit der Agentur für Arbeit in Berlin ist man im Gespräch. Klassische Investoren, die auf Gewinnmaximierung aus sind, sagt Jakob, kommen nicht in Frage: „Wir wollen non-profit bleiben.“