Vor allem nach der ersten Testphase mit Tausenden Probekunden gab es deshalb weitreichende Änderungen am Businessplan, die größte am Warenkorb der Kunden: „Wir wussten zu Beginn nur, dass der durchschnittliche Warenkorb eines Online-Shoppers in Deutschland etwa 89 Euro beträgt“, sagt Stäritz rückblickend.

Wenn der Warenkorb schwankt

Aufgrund der günstigeren Preise, die Crowdfox biete, nahmen die Gründer deshalb einen hypothetischen Warenkorb von etwa 120 Euro an, den sie im Businessplan notierten. Doch schon kurze Zeit später war klar: Diese Zahl ließ sich nicht halten. Bereits im ersten Testlauf stieg der durchschnittliche Warenkorb der Nutzer auf 300 Euro pro Einkauf. Doch dabei blieb es nicht.

Wenige Monate später – die Testphase war beendet und Crowdfox nun endgültig gelauncht – sank der durchschnittliche Warenkorb wieder auf 200 Euro. Damit gaben die Crowdfox-Nutzer im Schnitt immer noch mehr als doppelt so viel aus als bei anderen Internet-Händlern. Doch Annahmen mit 300 Euro mussten wieder revidiert werden „Diese Erfahrung hat uns gezeigt, dass wir unseren Markt ständig beobachten und unsere Zahlen fortwährend überprüfen müssen“, so Stäritz.

In den nächsten Wochen und Monaten steht bereits die nächste Überprüfung ins Haus: Crowdfox wird eine Service-Gebühr einführen, um langfristig daran zu verdienen. Doch sind die Nutzer wirklich bereit, dafür zu bezahlen? „Vor allem bei günstigen Produkten, die nur ein paar Euro kosten, fragen wir uns natürlich, ob unsere Kunden die Gebühr zahlen oder am Ende lieber ganz die Finger vom Produkt lassen“, erklärt Stäritz seine Bedenken. Doch auch, wenn er das Kundenverhalten nicht genau vorhersehen kann, weiß er schon heute: „Egal was kommt: Wir werden unsere Zahlen auf jeden Fall anpassen.“