In dieser sitzen unter anderem Vertreter der ausschreibenden Unternehmen, aber auch erfolgreiche Gründer und Berater. Die 16 Gewinnerteams stehen im Oktober fest, werden auf der Entrepreneurship Summit in Berlin gekürt und gewinnen eine mehrtägige Gründungsfortbildung, auf der sie ihre Idee weiterentwickeln können.

„Nur mit neuem Input können wir Berlin weiter als Innovations- und Wissensstandort ausbauen, sagt Jan Pörksen, Geschäftsführer Existenzgründung und Unternehmensförderung bei der IHK Berlin. Die Berliner Start-up-Szene lebe von neuen Ideen, denn sie ziehe Gründer, Inkubatoren und Investoren an. Der Wettbewerb sei deshalb auch für die IHK Berlin als Berliner Unternehmensnetzwerk ein wichtiger Baustein, um neue Geschäftsideen zu unterstützen.

Die Unternehmen brauchen Innovationskraft

Ganz ohne Eigeninteresse ist das Engagement der Unternehmen nicht. Der Energiekonzern E.on vergibt beispielsweise an zwei Gründerteams, die eine gute Idee mit Energiebezug haben, Plätze in ihrem eigenen Accelerator-Programm. Volkswagen stand auch im vergangenen Jahr nach dem Wettbewerb mit mehreren der Start-ups im Kontakt, deren Ideen mit Mobilität zu tun hatte.

Eine davon war beispielsweise die Idee der Gründer von Manelec, ein junges Unternehmen, das Rollstühle mit einer Kraftunterstützung ähnlich wie einem E-Bike entwickelt und mittlerweile an einem Prototypen schraubt. „Wir wären in Deutschland ohne Innovationsgeist heute nicht dort, wo wir sind“, sagt Anders Sund Jensen von Volkswagen über die Teilnahme seines Unternehmens an dem Wettbewerb. „Aber Erfolg macht auch müde.“ Dabei soll Gründen-Live helfen. „Das ist das, was Deutschland vor mehr als hundert Jahren ausgemacht hat, und dahin müssen wir wieder zurück.“

Den Wettbewerb Gründen-Live gibt es bereits seit 2012, hieß aber früher Gründer-Garage. Im vergangenen Jahr wurden über 800 Ideen eingereicht. Trainings-Partner des Wettbewerbs sind die Stiftung Entrepreneurship, das Alexander Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, die IHK Berlin und des Netzwerkes KPMG.