Nicht nur in Bezug auf die deutsche Hauptstadt lässt sich sagen, dass die USA das Maß aller Start-up-Szenen bleiben. Auch im europäisch-amerikanischen Vergleich schneiden die Vereinigten Staaten insgesamt besser ab. Zwar kann Europa etwa bei den Exits ein schnelleres Wachstum vorweisen als die US-amerikanischen Ökosysteme: Auf dem alten Kontinent vervierfachten sich die Unternehmensausstiege, in den USA lag der Anstieg lediglich bei einem Faktor von 1,5. Trotzdem lag das Volumen der Exits im Jahr 2014 in den Vereinigten Staaten noch 34 Prozent höher als in den europäischen Metropolen.

An das Silicon Valley kommt keiner heran

Allein das Silicon Valley konnte 30 bis 50 Prozent der gesamten Exits verbuchen. So verwundert das Resümee des Global Start-up Ecosystem Rankings auch wenig: Über die nächsten Jahre werde das Silicon Valley an der Spitze bleiben, schreiben die Autoren – auch wenn andere Ökosysteme schneller wachsen.

Das Global Start-up Ecosystem Ranking bescheinigt dem weltweiten Start-up-Sektor insgesamt, sich in den vergangenen drei Jahren seit der letzten Untersuchung in einer „boomenden Schnelligkeit“ entwickelt zu haben. Es habe „nie eine bessere Zeit“ gegeben, um ein Tech-Entrepreneur zu sein, schreiben die Autoren der Studie. Gründer seien nun mit den Hilfsmitteln, Ressourcen und Marktkonditionen ausgestattet, um ein Start-up schneller als je zuvor zu einem Milliarden-Dollar-„Unicorn“ zu machen. Dass sie damit nicht übertreiben, zeigen wiederum andere Studien.