Das Deep Tech Start-up erhält eine kräftige Finanzspritze für die Weiterentwicklung seines Sprachassistenten für Autofahrer.

Frisches Kapital für German Autolabs: Das Berliner Deep Tech Start-up hat in einer aktuellen Finanzierungsrunde sieben Millionen Euro eingesammelt. Als neue Investoren kommen nbr Tech Ventures, der von der IBB Beteiligungsgesellschaft mbH gemanagte VC Fonds Technologie Berlin und coparion an Bord. Der bisherige Hauptinvestor Target Partners beteiligt sich ebenfalls an der Runde.

Das Geld soll die europaweite Markteinführung des 2018 auf den Markt eingeführten digitalen Sprachassistenten Chris vorantreiben und die weitere Entwicklung der zugrundeliegenden Sprach-KI-Plattform für die Automobilindustrie beschleunigen.

Herstellung einer nachrüstbaren Sprachassistenz-Hardware

„Als wir das erste Mal in German Autolabs investierten, hat niemand wirklich die Dimension und das Wachstumspotenzial von Sprachassistenten gesehen. Inzwischen ist sich jeder bewusst, dass es hierbei um einen Paradigmenwechsel in den Interaktionsmodellen geht. German Autolabs’ Timing ist nahezu perfekt, um bei dieser spannenden Entwicklung eine führende Rolle zu spielen”, begründet Dr. Berthold von Freyberg von Target Partners das Investment.

German Autolabs wurde 2016 von Holger G. Weiss und Patrick Weissert gegründet, und produziert die für jedes Fahrzeug nachrüstbare Sprachassistenz-Hardware Chris. Langfristig plant German Autolabs der Automobilindustrie sowie verwandten Branchen wie Flottenbetreibern und Versicherern, maßgeschneiderte und unabhängige Assistenzlösungen mit einem hybriden (Offline/Online) Dialogmanagement-System sowie speziellen Anwendungen für den Automobilbereich bereitzustellen.

Keine Konkurrenz zu Amazon und Google

„Mit dem wachsenden Erfolg von Sprachassistenten wird der Bedarf an vertikalen Lösungen im Automobilsektor steigen. Wichtige Unterscheidungsmerkmale in diesem Bereich sind Datensicherheit, der sehr spezielle Anwendungsfall im Fahrzeug sowie die Möglichkeit, den eigenen Kunden direkt anzusprechen. Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz zu horizontalen Akteuren wie Amazon oder Google. Unser Ansatz ist vertikal und absolut ergänzend integrierbar. Da die Produktionszyklen in der Automobilindustrie traditionell zu lang sind, um die Sprach-KI iterativ zu entwickeln und zu trainieren, ist unser Nachrüst-Ansatz einer der großen Vorteile unserer Strategie”, so Holger G. Weiss, Mitgründer und CEO von German Autolabs.