Nadella hat es für 2,5 Milliarden Dollar vor einem Jahr gekauft – auch um einen populären Titel für die HoloLens anbieten zu können. Bekanntester Mitbewerber im Bereich der AR ist Google Glass.

Für die HoloLens steht noch kein Verkaufstermin fest. Entwickler sollen nächstes Jahr eine Vorabversion bekommen. Daher werden AR-Systeme, bis sie bezahlbar und nutzerfreundlich sind, „noch etwas Zeit brauchen“, meint Avni Yerli, Chef des Frankfurter Spieleentwicklers Crytek. Die Oculus könnte bereits in den kommenden Jahren massenmarkttauglich werden.

Letztlich hängt der Erfolg der Systeme von Zahl und Beliebtheit der angebotenen Spiele ab. Angesichts vieler angekündigter Titel für die Oculus scheint Facebook im Vorteil zu sein. Zumal Facebook sich darauf vorzubereiten scheint, künftig beide Systeme zu verschmelzen. Jedenfalls hat der Konzern schon mal Surreal Vision übernommen. Die britische Firma ist ein Spezialist für gemischte Realitäten, indem sie die echte Welt in die virtuelle überträgt.

Microsoft-Chef Nadella weiß um den Rückstand und positioniert die HoloLens daher nicht mehr allein als Spielgerät: Unternehmen sollen die Brille ebenfalls nutzen, etwa um Servicetechniker durch die Reparatur einer Maschine zu führen.