Auf die Macht der Daten setzt auch ein Start-up, an dem die beiden Bundesligaprofis Stefan Reinartz und Jens Hegeler beteiligt sind. Gegründet als AthletiaData, firmiert die Firma gerade zu Impect um. Das Ziel: Einen neuen Wert ermitteln, der eine Aussage über die Spielstärke einzelner Fußballer oder auch einer Mannschaft zulässt. Aus Unmengen an Zahlen näherte sich das Unternehmen einem Wert an, der eine Aktion umso besser bewertet, je mehr Gegenspieler dabei überspielt werden. Erste Profimannschaften wie Borussia Dortmund ließen ihre Mannschaften schon nach diesem Algorithmus durchleuchten. „Man kann damit Geld verdienen, aber aktuell stecken wir noch Geld rein“, sagte Reinartz im März im Gespräch mit dem Deutschlandfunk.

Schlaues Shirt für Sportler

Den Fußball als Katalysator für das Geschäft hat sich auch das Schweizer Start-up Vexatec ausgesucht. Die Firma tüftelt an einem intelligenten Shirt, das alle relevanten Leistungsdaten erfasst und auswerten kann. Die Ergebnisse sollen dann übersichtlich dargestellt werden: „Das ganze Spektrum soweit wie möglich runterbrechen auf ein verständliches Niveau, ist unser Ziel“, sagt Mitinhaber Jürgen König. „Am Ende soll es ganz einfach für den Normalanwender werden.“

In diesem Sommer soll die erste Kleinserie ausgeliefert werden. Als prominente Unterstützer hat sich die Firma unter anderem den ehemaligen Fußballnationalspieler Torsten Frings an Bord geholt, Weltfußballer Lothar Matthäus hat sich Ende des vergangenen Jahres am Unternehmen beteiligt. Das eigentliche Ziel für das intelligente Shirt ist der Einsatz im medizinischen Kontext – der Sport ermögliche jedoch einen leichteren Einstieg in den Markt, erläutert König: „So gewinnen wir schneller an Zeit und Erfahrungen, ohne von der Regulatorik ausgebremst zu werden.“