Jetzt will das Unternehmen weiter wachsen und auch den Schritt ins europäische Ausland wagen: Verhandlungen mit möglichen Partnern in der Türkei und der Schweiz laufen bereits, die Fußballnationen England, Frankreich und Spanien stehen daneben ganz oben auf der Liste. Dafür läuft seit wenigen Wochen und noch bis Anfang Juli eine Crowdinvestment-Kampagne. Die erste Hürde ist aktuell noch die Fundingschwelle von 100 000 Euro – als optimistisches Ziel hat Fubalytics 400 000 Euro ausgerufen.

Datenbank der Jugendspieler

Gelungen ist das bereits Socca360, Anfang des vergangenen Jahres hatte das Berliner Unternehmen eingesammelt – und sich dann erst einmal aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. „Wir wollen erst einmal unsere Hausaufgaben machen, bevor wir darüber reden“, sagt Gründer Hischam Telib. Mit aktuell 18 Mitarbeitern tüftelt das Start-up an einer Art Scoring-Card für Jugendspieler: Durch ein Zusammenspiel von Analysesoftware und Sensoren im Ball und an Trikots der Spieler wolle man bis zu 100 Parameter errechnen. „Wir wollen den Jugendfußball so analysieren, dass man Daten erhält, die eine Aussagekraft zulassen“, sagt Telib. So erhalten die jungen Kicker einen genauen Überblick über ihre Stärken und Schwächen und können sich sowohl in ihrer Mannschaft als auch darüber hinaus vergleichen.

Täglich werden nach Aussage des Start-ups bereits Spieler analysiert, jüngst etwa beim Berliner Westend-Cup, einem internationalen Jugendturnier. Der große Sprung in die Öffentlichkeit soll bald kommen: Nach Angaben von Gründer Hischam Telib plant die Firma in diesem Sommer den Sprung in gleich mehrere europäische Länder und will dazu mehrere dutzend Mitarbeiter neu einstellen. Fußball als Mannschaftssport Nummer Eins in Europa soll den Weg in den Markt ebnen – generell sind auch alle anderen Teamsportarten analysierbar, ist man bei Socca360 überzeugt.