Die dänische Reederei Maersk und der VC Alstin II investieren in das Berliner Start-up. Mit dem Geld soll die Expansion ins Ausland vorangetrieben werden. 

Frisches Kapital für Fliit: Das Berliner Food-Logistik Start-up hat im Rahmen einer Series A-Finanzierungsrunde zehn Millionen Euro eigesammelt. Geldgeber sind Maersk Growth, der Investmentfonds des dänischen Containerschiff-Fracht-Unternehmens A.P. Møller – Mærsk A/S, und der in München ansässige Venture Capital Fonds Alstin II, der von Carsten Maschmeyer aufgelegt wurde. Auch bisherige Investoren wie die Berlin Technologie Holding beteiligen sich erneut.

Mit dem Geld soll die digitale Plattform weiterentwickelt werden. Außerdem wolle das Unternehmen ins Ausland expandieren, sagte Gründer und Geschäftsführer Flavio Alario auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer: „Dabei stehen vor allem die Märkte in Frankreich, Italien, Spanien, den BeNeLux-Ländern und in Großbritannien im Fokus.“ Auch die Einstellung neuer Mitarbeiter sei geplant: Das aktuell 40-köpfige Team soll bis Ende des Jahres um 30 Mitarbeiter vergrößert werden, so Alario.

Vernetzung von Produzenten und Händlern

“Der revolutionäre Ansatz von Fliit, komplexe Technologie mit bestehenden Ressourcen zu verbinden, hat uns überzeugt. Damit gelingt es, frische Ware noch schneller zu liefern und die Kühlkette verlässlich einzuhalten. Fliit schafft damit eine völlig neue Art der Logistik! Begeistert sind wir auch vom Gründerteam“, begründete Carsten Maschmeyer sein Interesse am Start-up.

Fliit wurde 2016 von Flavio Alario, Nils Hempel und Jan Hoberg gegründet. Alario und Hempel bringen Erfahrung im Logistik-Bereich mit, beide arbeiteten mehrere Jahre lang bei DHL. “Damals habe ich gesehen, wie wenig die Lebensmittel-Logistik professionalisiert war und wollte daran etwas ändern”, so Alario.

Das Start-up vernetzt Produzenten und Händler aus der Lebensmittelindustrie mit Transportunternehmen. Über die Plattform können Transporte und Aufträge nachvollzogen und gesteuert werden. Eigenen Angaben zufolge arbeitet Fliit mit über 200 Transportpartnern zusammen und deckt damit Lieferungen in allen Teilen Deutschlands sowie in Nachbarländern ab. Zu den Kunden des Start-ups zählen MSG Frucht, L’Osteria, Rewe, Landgard und Hello Fresh.