Diese Technik kommt vom Start-up Gini, dem Veranstalter. Daten aus Rechnung wie Adresse oder Geldbeträge lassen sich damit auslesen. Die Entwickler dürfen die Technik bei ihren Hacks verwenden. Auch die Figo-Technik steht ihnen zur Verfügung, mit der Schnittstelle können Kontodaten verarbeitet werden. Dass die Start-ups ihre Technik einbauen, darum gehe es aber nicht hauptsächlich, betont Reitz von Gini. Vielmehr wollen die beiden Vorzeige-Unternehmen der Fintech-Szene „unter einer Haube Banken und Start-ups“ zusammenbringen.

Durch Kooperationen mit Banken ist auch das Start-up Gini groß geworden. Zuerst versuchte es Gini mit einer Consumer-App. Doch die App für das Auslesen von Adressen oder Geldbeträgen kam nicht bei den genügend Kunden an. Für die Technik interessierten sich aber andere: die Banken. Heute befindet sich die Technik nicht nur in dem System der ING Diba, sondern bald auch in der App der Deutschen Bank.

Vom Commerzbank-Manager zum Gründer

Durch den Bankathon sollen die Start-ups auch einen Kontakt zu den Geldhäusern bekommen. „Wir wollen, dass andere unseren Fehler nicht nochmal machen“, erklärt Reitz. Die Start-ups sollen sich früh überlegen, ob es auch für sie sinnvoll sein kann, mit Banken zu kooperieren. Wenn die Technik die digitale Interaktion mit den Kunden verbessere, „kooperieren wir gern“, sagt Michael Koch, verantwortlich für das mobile Banking bei der Deutschen Bank. Das Interesse kommt nicht überraschend: Das stationäre Geschäft lahmt, das Geldhaus hat gerade erst angekündigt, 200 Filialen zu schließen. Nun will es stärker auf digitale Technik setzen.

Auch Florian Christ hofft, mit seiner Idee Fino den Markt zu revolutionieren. Die Voraussetzungen dafür kennt er: Bis vor kurzem leitete er noch das Innovations Lab der Commerzbank – nun geht es als Gründer weiter. Genau wie Gini sieht auch er eine Chance darin, mit den Geldhäusern zu kooperieren. Fino steht bereits in Verhandlungen mit einigen Banken. Für den Sieg reichte es am Dienstag aber nicht. Ein Start-up mit einer sprachgesteuerten Dokumentensortierung um den Unternehmer Christopher Becker gewann den Hauptpreis von 3000 Euro.