ING steigt über seinen Wagniskapitalfonds ING Ventures als neuer Lead-Investor beim Berliner FinTech ein. Die Bestandsinvestoren stocken ihre Beteiligung auf.

Das Berliner FinTech FinCompare hat seine Series A Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen und erhält zehn Millionen Euro. Damit steigt das gesamte Funding des seit etwas mehr als einem Jahr am Markt aktiven Finanzierungsportals auf knapp 14 Millionen Euro.

Neuer Leadinvestor ist ING Ventures, der Wagniskapitalfonds der niederländischen Großbank ING. Die Bestandsinvestoren Speedinvest und UNIQA Ventures stocken im Rahmen dieser Runde die Höhe ihrer Beteiligung auf. Mit dabei sind außerdem Business Angels aus dem Fintech-, Banking- und Finance-Bereich wie Carlo Kölzer (Gründer 360T), Stefan Wintels (Deutschlandchef Citi Bank), Marcus Börner (OptioPay, reBuy), André M. Bajorat (figo) und Alex Graubner-Müller (Kreditech).

Mitarbeiterzahl soll verdoppelt werden

Das frische Kapital soll in den Ausbau der IT-Plattform sowie in den Ausbau des Teams fließen. Aktuell beschäftigt FinCompare 40 Mitarbeiter am Standort Berlin. „Wir planen die Mitarbeiterzahl auf circa 80 bis Sommer 2019 zu verdoppeln. 90 Prozent der Einstellungen sollen in den Bereichen IT und Product erfolgen“, so Stephan Heller, Gründer & CEO von FinCompare, auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer.

Auf der im Februar 2017 gestarteten Plattform können Unternehmenskunden eine Vielzahl von Finanzierungsoptionen, darunter Kredite, Leasing, Factoring und Einkaufsfinanzierungen von mehr als 200 Banken, alternativen Finanzdienstleistern und Förderbanken finden, vergleichen und teilweise komplett online abschließen. Unternehmen mit Finanzierungsbedarf sollen so einen schnellen und unabhängigen Überblick über die am Markt verfügbaren Anbieter und Konditionen erhalten. Eigenen Angaben zufolge konnte FinCompare bislang mehr als 2.500 Kundenanfragen bearbeiten.