Mit dem  neu eingeworbenen Geld will die Geldanlageplattform Cashboard Mitarbeiter einstellen und die Internationalisierung vorantreiben. 

Die OnlineGeldanlageplattform Cashboard hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde drei Millionen Euro eingesammelt. Angeführt wird die Runde von Digital Space Ventures, mehrere Investoren sind erneut dabei: Redalpine Capital, Earlybird, der Berliner Company Builder Makers, der Silicon-Valley-Accelerator 500 Startups und ProSiebenSat.1. 

 Wir sind sehr erfreut über diese neue Finanzierungsrunde, die uns erlaubt, unseren Wachstumskurs fortzusetzen und unser Team zu verstärken”, sagt Robert Henker, CEO von Cashboard.

Aktuell beschäftigt Cashboard 30 Mitarbeiter am Hauptsitz in Berlin und der Niederlassung in Meißen, die den gesamten Kundenservice und Support umfasst. Bis Mitte 2017 plane man auf 50 Mitarbeiter zu wachsen, sagte Henker gegenüber WirtschaftsWoche Gründer: „Aktuell suchen wir am Sitz in Berlin in den Bereichen IT, Produkt, Marketing und Compliance. In Meißen suchen wir vor allem Mitarbeiter für die Video-Legitimation und für die telefonische Betreuung von Kunden.“

Kunden in Osteuropa und Asien gewinnen

Mit dem  Geld will Cashboard zudem die Internationalisierung vorantreiben: Konkret geht es um Osteuropa und Asien“, so Robert Henker, „dies wird durch unsere internationale Investorenbasis unterstrichen. Hierzu gibt es konkrete Vorbereitungen wie eine eigene BaFin-Lizenz und Gespräche mit potentiellen Partnerbanken in den Regionen. Bereits heute haben wir aktive Kunden aus mehr als zehn Staaten weltweit, darunter neben DACH und Europa auch Brasilien, Russland und China, woher die meisten internationalen Kunden kommen.

Das 2014 von Robert Henker, Marius Schulze, Stephan Henker und André Holdschick gegründete Start-up Cashboard bietet privaten Anlegern die Möglichkeit, ihr Geld digital und anzulegen. Kunden können aus über 6.500 Finanzprodukten von mehr als 100 Anbietern wählen. Das Unternehmen versucht durch eine breite Streuung, das Risiko zu minimieren und verspricht Renditen von bis zu sieben Prozent pro Jahr. Gebühren für Transaktionskosten, Kontoführung oder Ausgabeaufschlagfallen keine anIm Falle der Gewinnerzielung berechnet Cashboard zehn Prozent an der gewonnenen Rendite. 

Keine Angaben zu den Umsatzzahlen

Ende 2012 erregte das Start-up Aufmerksamkeit als es, damals noch unter dem Namen Refined Investment für seine Trading-Plattform den Europarekord im Crowdfunding aufstellte und in 53 Minuten 100.000 Euro auf der Plattform Seedmatch einsammelte. Wenige Monate später kamen 350.000 Euro hinzu – in nur neun Stunden. 

2015 konnte Cashboard prominente Investoren von seinem Konzept überzeugen, musste vor der Finanzierungsrunde in Höhe von zwei Millionen Euro aber erst einmal seine 478 Crowdanleger herauskaufen – für 668.250 Euro, was einer Rendite von 48,5 Prozent entsprach. 70 Prozent der Anleger nahmen das Angebot damals an.

Zu den aktuellen Umsatzzahlen wollte sich das Unternehmen nicht äußern.