Wie haben Sie sich Ihr Wissen angeeignet?
Ich habe BWL und Strategische Unternehmensentwicklung studiert, wodurch ich bereits ein gutes Fundament hatte, zu verstehen, wie Kunden, Marketing und Märkte funktionieren. Zudem habe ich durch diverse Praktika im Studium bereits viel Erfahrung im Marketing und Online-Vermarktung sammeln können. Auch mein halbjährigen Ausflug nach dem Studium in die Angestellenwelt hat mir nochmal viel Input gegeben. Ich lerne zudem einfach auch sehr schnell, auch aus Fehlern, und kann mir gut autodidaktisch Dinge beibringen.
Das begann dann ganz konkret mit der Erstellung der Website, die ich ohne jegliche Hilfe und Programmierkurs, aber dem bedingungsfreundlicheren WordPress aufgebaut habe. Da hat dann viel Google und Youtube weitergeholfen. Aber das ist ja auch das schöne, denn heutzutage finden wir so viele Informationen im Internet und jeder der sich selbstständig machen will, kann auch tolle Online-Kurse mit allen Informationen finden, die ihm noch fehlen. Wen man etwas wirklich will, dann findet man auch Wege.
Und letztlich musste ich alle Bereiche eines Startups bereits selbst kennenlernen: Buchhaltung, PR, Social Media, Events, IT, Grafik,  Redaktion, Content – eben einfach alles. Ich bin Solopreneur und da muss man auch alles selbst machen.

Gab es noch andere Herausforderungen?
Ich musste lernen, mir auch mal eine Auszeit zu nehmen und nicht permanent zu arbeiten. Denn nur, wenn ich entspannt bin und natürlich auch gesund bin, kann ich mich vollkommen auf die Arbeit konzentrieren. Doch gerade beim Startup ist das sehr schwierig, trotzdem versuche ich so oft es geht auch Prioritäten für Sport und die eigene Ich-Zeit zu setzen.

Sie veranstalten nun den ersten Fempreneur Summit. Warum?
Das Magazin spielt sich ja auf der digitalen Ebene ab, allerdings war es mir bereits schon letztes Jahr wichtig die Menschen auch persönlich zu treffen. Deshalb habe ich zum einen selbst die Fempreneur Meetups und kleinere Workshops veranstaltet. Und ich bin auch selbst auf viele Gründerevents in Berlin gegangen. Aber gerade als Frau ist mir aufgefallen, dass da größtenteils nur Männer waren und kaum Frauen. Das wollte ich ändern. Und zusammen mit meinem Geschäftspartner Stephan Baasch, der letztes Jahr auch bereits eigene Events veranstaltete, haben wir dieses Jahr nun ein ganztägiges Event organisiert, den Fempreneur Summit.

Was erwartet die Zuschauer?
Die Besucher erwartet am 9. Juni auf dem Fempreneur Summit tagsüber ein Konferenzprogramm mit Keynotes zu Themen wie Crowdfunding, Storytelling, Startup-Tipps, Inkubatoren und New Work. Es sprechen u.a. Gründerinnen wie Tanja Bogumil von Kisura, Milena Glimbovski von Original Unverpackt und Maru Winnacker von Project Oona sowie Business-Experten wie Masoud Kamali von WestTech Ventures, Eva Nöll von Mister Spex und Ellen Kuder von Microsoft.

Wen wollen Sie konkret ansprechen?
Mit dem Event sprechen wir konkret Frauen an, damit sich diese auch zu Gründerevents trauen und sie mit Wissen und Inspiration zu empowern.
Allerdings sind auf dem Fempreneur Summit natürlich auch Männer herzlich willkommen, wenn sie sich für ebenso für unsere doch eher geschlechtsneutralen Themen interessieren. Denn wir glauben, dass mehr Diversität in der Startup Szene zu mehr Ideenvielfalt und Innovation führen wird.