Doch ein reger Austausch wollte zwischen den 25 Teilnehmerinnen des Frühstücks nicht entstehen: Statt rege zu kommunizieren, saßen sich die Frühstücksteilnehmerinnen Müsli-knuspernd und verloren gegenüber. Es fehlte eine einleitende Moderation der Runde. Der karge Seminarraum in der Humboldt-Universität blieb ein entspanntes Ambiente schuldig. Und mit einer halben Stunde war der Netzwerk-Slot generell zu knapp bemessen. Mehrere Teilnehmerinnen verließen die Runde nach kurzer Zeit wieder – darunter auch Melin Niedermayer.

„Gestelltes Networking ist immer schwierig“, sagte die 21-jährige BWL-Studentin. „Ich finde sowieso, dass die Emanzipation der Frau nicht durch exklusive Female-Meetings gefördert wird. Man schließt sich möglicherweise sogar eher damit aus. Ich fand es aber sehr interessant, andere Gründerinnen zumindest kurz einmal auf einem Fleck zu sehen.“ Für ihr Nachbarschaftsnetzwerks Plankboard konnte die Würzburgerin bei dem Frühstücksevent aber keine Kontakte knüpfen.

Allzu großer Frust über das missglückte Kennenlernformat kam bei Organisatorin Stephanie Renda allerdings nicht auf. „Dafür war der Austausch zwischen Speakern und Publikum während der Diskussionen sehr persönlich und rege“, stellte sie zufrieden fest. Für 2015 sind bereits weitere Veranstaltungen im Rahmen des Startup-Unternehmerinnen-Netzwerks geplant. Die fixen Termine finden sich hier.