Was aber machen nun Inkubatoren? Sie sind ein Netzwerk, das besonders in der Frühphase einer Unternehmensgründung von außerordentlicher Bedeutung ist. Die überwiegende Anzahl der Experten misst der Netzwerkleistung und dem damit oftmals verbundenen Mentoring eine „extrem wertvolle“ beziehungsweise „wesentliche“ Rolle im Leistungsspektrum von Inkubatoren zu. Außerdem beteiligen sich Inkubatoren in der Regel mit einem finanziellen Engagement an den Gründungsvorhaben und erhalten im Gegenzug Geschäftsanteile. Die Experten zeigen laut der Studie ausnahmslos auf, dass sich das Leistungsspektrum deutscher Inkubatoren positiv auf den zukünftigen Unternehmenserfolg der Start-ups auswirken kann.

Angebot zu heterogen, zu intransparent

Es ist aber gerade dieses weite Leistungsspektrum, das dazu führen könne, dass Unternehmer vor neue Herausforderungen gestellt werden: Das Angebot der Inkubatoren sei viel zu heterogen – und die Anzahl, gerade im Bereich der Net Economy, stetig steigend: „Die Verflechtung aus heterogenen Angeboten, differenzierten Inkubator-Formen und einer anhaltenden Marktdynamik kann Unternehmensgründer vor die Herausforderung stellen, sachdienliche Informationen zu sammeln und die jeweiligen Leistungen zu evaluieren,“ schreiben die Autoren. Schließlich erscheinen auch die Webseiten der Inkubatoren nicht ausreichend erschöpfend und lassen Fragen über die konkreten Unterstützungsleistungen und die damit verbundenen Bedingungen offen.

Das Ergebnis: Inkubatoren werden häufig als Teammitglieder charakterisiert, die zu einem Unternehmenserfolg beitragen können. Gleichzeitig werden Inkubatoren als „weitestgehend intransparent“ beschrieben, vor allem mit Blick auf das Leistungsspektrum. Als Gründe dafür werden die aktuelle Marktdynamik sowie die damit verbundene Wettbewerbssituation unter den Inkubatoren angeführt. Erst die Zukunft könne zeigen, ob Inkubatoren als Akteure des deutschen Start-up-Ökosystems einen Beitrag dazu leisten können, einen digitalen Weltmarktführer „Made in Germany“ zu begleiten, resümiert die Studie.

Die gesamte Studie kann hier abgerufen werden.