In der „Höhle der Löwen“ hatten Kempkensteffen und Oehle ihre Unternehmenszahlen offen gelegt. Damals machten die Gründer Umsätze von 2000 Euro im Monat, gleichzeitig aber auch Verluste von 9000 Euro. Da die Folge allerdings bereits im März aufgezeichnet wurde, sind diese Zahlen nicht mehr aktuell.

Ein Marketingeffekt namens „Löwen“

Durch den Marketingeffekt der Sendung sind die Umsätze noch einmal deutlich gestiegen: Die Nutzer seien deutlich aktiver als zuvor, „das Plus durch die Ausstrahlung hält sich überraschend gut“, so Oehle. Der Höhepunkt im September habe sich zu 80 Prozent halten lassen. Allein am Abend der Ausstrahlung und am Tag danach verzeichnete Spottster 60 Prozent mehr Seitenzugriffe, heute sind es noch gut 40 Prozent. Die Anzahl der Nutzer hat sich verdoppelt.

Den Marketingeffekt merkt Spottster auch an anderer Stelle. Weil nach der Sendung so viele Nutzer auf die Seite zugriffen, wurde die App auch im Appstore bei Apple gefeatured. Die Prosieben-Sendung „Galileo“ berichtete kürzlich ebenfalls über Spottster. Oehle geht davon aus, dass der „Höhle der Löwen“-Auftritt dafür ein ausschlaggebender Faktor gewesen sein könnte.

Der Name Jochen Schweizer dürfte das Start-up nun noch bekannter machen. Interessant: Mit seinem Investment konkurriert der Unternehmer künftig mit seinem Mit-„Löwen“ Frank Thelen. Dieser besitzt Anteile an Spottsters Wettbewerber Zen Shopping.