einhorn

Der Boom der Einhörner

Der Begriff Unicorn, zu Deutsch Einhorn, sollte einmal eine besonders seltene Form des Start-ups bezeichnen, ein junges Unternehmen nämlich, das mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet wird. Heute sind Unicorns vieles, aber nicht mehr selten: Zählte man 2013 noch 39 Einhörner, so waren es 2015 schon 145 Start-ups mit Milliardenbewertung – nahezu eine Vervierfachung binnen 24 Monaten.

Auch die ersten deutschen Start-ups knackten die magische Milliardenmarke: Mit Delivery Hero, Hellofresh und Home24 wurden gleich drei Rocket-Schützlinge zu Einhörnern, auch die Global Fashion Group, in der der Inkubator seine ausländischen Zalando-Klone bündelt, wird mit mehr als 3,4 Milliarden Dollar bewertet. Einzig die Auto1 Group stammt nicht aus dem Kreis der Start-up-Schmiede, auch wenn die Gründer einen Rocket-Hintergrund haben. Das Start-up wird derzeit mit 1,2 Milliarden US-Dollar bewertet.

Nicht nur die Zahl der Einhörner wächst rasant, sondern auch die Bewertung. Insgesamt elf Start-ups erreichten 2015 eine Bewertung von mindestens zehn Millionen Euro. Anfang 2014 waren es gerade einmal drei gewesen. Wie nachhaltig diese Bewertungen sind, muss sich allerdings erst noch zeigen.

Die Investoren sind sich da offenbar nicht so sicher, wie die „FAZ“ kürzlich in einem Artikel beschrieb: Sie lassen sich beispielsweise bei Börsengängen bestimmte Konditionen zusichern, um sich gegen eventuelle Kurseinbrüche abzusichern.