Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche treten heute Sebastian Berger, Fabian Gruß, Gerd Trang und Jannis Dust an. Ihr Start-up Epap sorgt für die elektronische Zahlungsabwicklung zwischen Kunde und Händler. Wie urteilt Investorin Daniela Bach?

Fabian, Jannis, Sebastian, Gerd, ihr habt eine Minute im Fahrstuhl mit einem möglichen Geldgeber. Wie lautet euer Elevator Pitch?
Mit unserer App ist es möglich, seine Kassenbons vom Einkauf im Laden auf dem Smartphone zu empfangen. Es sind lediglich elektronische Kassensysteme nötig, um epaps ausgeben zu können. Dabei ist epap mehr als nur ein Kassenbon. Die Nutzer können in der App ihre Ausgaben auswerten, kategorisieren und die Bons exportieren. Künftig werden wir Bank- und Kreditkarten einbeziehen, sodass der Nutzer nur mit seiner Karte zahlen muss und den Bon im Anschluss automatisch erhält.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Wir waren alle im Team genervt von den Kassenbons im Portemonnaie. Da es noch keine verbreitete digitale Lösung gab, haben wir uns entschieden, diese zu schaffen.

Und wie verdient ihr damit Geld?
Händler zahlen eine monatliche Nutzungsgebühr. Die App an sich bleibt kostenlos, aber zudem möchten wir in Zukunft zusätzliche Funktionen in der App verkaufen, wie das Führen eines Familienhaushaltsbuches oder das Exportieren der Bons für die Steuererklärung.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d) …vor allem flexibel und extrem nutzerorientiert.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Wir sind ja momentan nur die vier Gründer, aber wir sind immer offen für Veränderungen.

Was war euer größter Rückschlag?
Bisher hatten wir sehr viel Glück und noch keine großen Rückschläge. Aber das ist sicherlich nur eine Frage der Zeit.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
Dann sollen die Menschen hierzulande nicht mehr vom Kassenbon sprechen, sondern von epaps. Deutschland ist dabei nur der Anfang. In fünf Jahren, so unser Plan, werden wir europaweit vertrete sein.

Fakten zum Start-up

Kunden: 3500 App-Downloads. Die ersten zwei Kassensysteme mit 2000 Kassen werden gerade angeschlossen
Finanzierung: eigenes Geld, Stipendien, zukünftig auch Wagniskapital
Gründung: 2019 in Hannover
Mitarbeiter: 4

Würde der Profi investieren?

Idee: 3/5
Geschäftsmodell: 2/5
Timing: 5/5

Urteil: „In Zeiten von Bonpflicht und Papierbergen löst das Team ein aktuelles Problem. Die große Herausforderung sehe ich in der starken Konkurrenz und der Monetarisierung der Lösung.“
Daniela Bach, Investmentmanagerin beim Bonner Wagniskapitalinvestor High-Tech Gründerfonds

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