Ich scheiter‘, also bin ich

Kaum war bekannt, dass Dagmar Wöhrl den Platz bei „Die Höhle der Löwen einnimmt“, erwähnten Kritiker die Insolvenz des Modehauses Wöhrl und stellten ihre unternehmerischen Fähigkeiten in Frage. Dabei ist es doch gerade die Start-up-Szene, die das Scheitern erst salonfähig gemacht hat. Wenn nicht unter Gründern: Wo sonst ist es möglich, hinzufallen und wieder aufzustehen? 

Überall lesen und hören wir von Menschen in Start-ups, die zunächst eine Durststrecke überlebt und dann den großen Erfolg erlebt haben. In der Jury bei „Die Höhle der Löwen“ sitzen Menschen, die nicht nur viel gesehen haben, sondern vor allem auch selbst schon Tiefen erlebt haben. 

Ob es Judith Williams ist, die aufgrund eines Tumors nicht mehr ihrer ersten Karriere, dem Gesang, nachgehen konnte, dann aber als Moderatorin und Vermarktungsgenie Erfolge gefeiert hat. Oder Frank Thelen, der als Jugendlicher das erste Mal mit seinem Start-up scheiterte. 

Alle Juroren haben das erlebt, was viele Gründer, denen sie gegenübersitzen, auch schon durchgemacht haben: mit sich zu ringen und zu hadern – und an der eigenen Idee zu zweifeln.

Jetzt sitzt da eine weitere Löwin, die nicht nur auf Höhen und Tiefen ihres Weges zurückblicken und anderen hilfreiche Tipps geben kann, sondern die auch niemandem mehr etwas beweisen muss. 

Eine bessere Wahl hätte es nicht geben können.