Das Fintech bietet eine Plattform für die Vermögensverwaltung an. Gründungsgesellschafter sind der Company Builder Finleap und der Versicherer Talanx.

Die veraltete Banken-IT auf neue Füße stellen: Mit diesem Ziel haben der Versicherungskonzern Talanx und der Company Builder Finleap im Sommer 2016 Elinvar gegründet. Unter der Führung von Ex-Deutsche-Bank-Manager Chris Bartz hat das Fintech eine Plattform für die Vermögensverwaltung entwickelt, an die eine Reihe von Anwendungen andocken. Dazu zählen etwa Kundenwebseiten, Tools für das Portfolio-Management und das Reporting.

Nun steigt ein Schwergewicht der Branche bei dem Start-up ein: Wie Elinvar heute mitteilte, beteiligt sich die US-Investmentbank Goldman Sachs über ihre Sparte Principal Strategic Investments Group an einer millionenschweren Finanzierungsrunde. Weitere Geldgeber waren demnach auch die Gründungsgesellschafter. Die Gesamtfinanzierung des Fintechs steige damit auf über 20 Millionen Euro.

Sollte die Finanzaufsicht Bafin den Deal genehmigen, werde Goldman Sachs künftig 13,9 Prozent der Anteile halten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Jeweils 32,8 Prozent gehörten der Talanx-Tochter Ampega Asset Management und Finleap. Der Rest liege beim Gründerteam, zu dem neben Bartz noch Marco Neuhaus und Sebastian Böttner gehören, und Mitarbeitern.

Expansion in Europa geplant

Die Finanzspritze will Elinvar nutzen, um die Plattform auszubauen und die Expansion in Europa voranzutreiben. Zu den bisherigen Kunden gehören die Privatbank Donner & Reuschel, die Fürstlich Castell‘sche Privatbank und M.M.Warburg & Co. Derzeit beschäftigt das Fintech 80 Mitarbeiter. „Elinvar ist eins der erfolgreichsten und vielversprechendsten Unternehmen in unserem Portfolio“, lässt sich Finleap-CEO Ramin Niroumand in der Mitteilung zitieren.

Seit der Gründung 2014 hat der auf den Finanzsektor spezialisierte Company Builder 16 Unternehmen aufgebaut und weitere zugekauft. Zum Portfolio zählen etwa der Digitalversicherer Clark und die Banking-Plattform Solarisbank. Im April hat Finleap zudem das auf Geschäftskonten spezialisierte Fintech Penta übernommen.

Mit einer Cloud-Plattform für Banken treten indes auch andere Fintechs an, darunter Mambu. Das Berliner Start-up ist vermarktet ihre Plattform als „Banking Engine“ – zu den Kunden in Deutschland zählen N26 und Kreditech. Im Februar hatte Mambu den renommierten Wagniskapitalgeber Bessemer Venture Parnters als Investor gewonnen.