Zeitfresser im Büro, die man digital bekämpfen kann, gibt es genug. Einer Studie der Unternehmensberatung Tempus-Consulting zufolge verbringen Mitarbeiter insgesamt 13 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Suchen: Wo ist nochmal die Vorlage für die Reisekostenabrechnung abgespeichert? Und in welchem Ordner finde ich die Auftragseingänge? „Jeder Mitarbeiter hat seine eigene Art und Weise Dinge zu ordnen. Nur: alle anderen kennen sein System nicht“, sagt Marcel Miller, Experte für digitale Organisation bei Tempus.

Dazu kommen zahlreiche andere Ablenkungen. Zehn Stunden pro Woche verbringen Mitarbeiter laut der Studie im Durchschnitt damit, Emails zu schreiben – mehr als einen Arbeitstag. Und dann sind da natürlich noch die ganzen Konferenzen: Oft wird stundenlang getagt, diskutiert, dokumentiert. Umgesetzt werden durchschnittlich aber gerade einmal 40 Prozent der Beschlüsse. Der Rest verliert sich irgendwo zwischen Tagesgeschäft und Kaffeepause. Das ist ärgerlich für Mitarbeiter und Unternehmen, weil so Ideen verloren gehen, vor allem aber viel Zeit verschwendet wird. Trotzdem ist es Alltag.

Um das zu ändern, will Loopline-Gründerin Nora Heer die Personalarbeit systematisieren. Dafür hat sie eine Software entwickelt, mit der Mitarbeiter sich individuelle Ziele setzen und diese überwachen können. Auch Vorgesetzte können sich die Ergebnisse ansehen und so ohne großen Zeitaufwand die Leistung ihrer Mitarbeiter im Blick behalten. Lange Vorbereitung auf Feedback-Gespräche? Das war einmal. Entstanden ist die Idee zu dem Feedback-System bei Project-A, wo Heer die Personalabteilung geleitet hat. Der Company-Builder hat das Start-up auch gemeinsam mit IBB und HTGF mit einem Millionenbetrag finanziert.