Velo Easy ist so ein Start-up in der Energie-Branche, das von der Digitalisierung profitiert und sie zu nutzen weiß: Claudine Oldengott hat das Unternehmen im September 2015 mit dem Ziel gegründet, die Mobilität der Fahrradfahrer zu erleichtern. Stahlbauunternehmen produzieren spezielle Boxen, die in Berlin an Hotspots wie großen S-Bahnhöfen installiert werden. E-Bikes oder klassische Fahrräder werden darin vor Diebstahl und Vandalismus geschützt.

Fahrrad-Boxen sind nichts Neues, aber Velo Easy bietet das erste vernetzte Fahrradparksystem. Man braucht kein Schloss und keine Schlüssel, sondern nur eine App, über die man eine beliebige Fahrradbox in Berlin buchen und bezahlen kann. Wer sein Zweirad nicht dem Schicksal des Berliner Fahrraddiebstahls überlassen möchte, zahlt einen Euro Miete pro Stunde, maximal aber drei Euro am Tag. Neben den Boxen gibt es auch eine E-Bike-Ladestation. „Das Projekt passt zum Puls der Zeit. Die Energiewende bietet eine gute Plattform für unser Konzept“, sagt die Gründerin Claudine Oldengott. Das Start-up hat sich bereits bei potentiellen Investoren vorgestellt, auch die Deutsche Bahn und Berliner Bezirksstadträte sind mit an Bord. Sie stellen etwa Velo Easy Plätze für die Fahrradboxen kostenlos zur Verfügung.

Das Start-up Ecoligo wurde von Martin Baart gegründet, um auch Unternehmen in weniger entwickelten Ländern Zugang zur Energiewende zu erleichtern. In Ländern, in denen die Politik Unternehmen nicht bei der Energiewende unterstützt, wie etwa Velo Easy in Berlin, und Banken Investitionen in erneuerbare Energie zu riskant sind. Deshalb finanziert und betreibt Ecoligo Solarprojekte in Entwicklungsländern, die durch Crowdinvestment finanziert werden.