Im Start-up-Village fällt ein junges Unternehmen besonders auf – zumindest wenn man an die Decke der Messehalle schaut: Das Dresdner Start-up „Lovoo“ projizierte sein Logo, ein sich in sich drehendes Herz, auf die ansonsten kahle Decke. „Lovoo“ ist ein soziales Netzwerk zum Kennenlernen von Menschen. Die Besonderheit: Die App arbeitet mit einem Radar, der alle Nutzer im Umkreis findet – eine Technologie, die sich die Dresdner patentiert haben lassen. Das erst 2011 gegründete Unternehmen hat mittlerweile mehr als 140 Mitarbeiter und gehört zu den am meist heruntergeladenen Apps im Apple Store und im Google Play Store. Soziale Netzwerke sind eines der großen Themen auf der Dmexco, auf der auch größere Unternehmen, wie  Facebook, Yahoo und Google, vertreten sind.

Keine Freunde dürfte sich hingegen der Softwareentwickler Eyeo nicht gemacht haben: Auf dem Weg zwischen Messegelände und dem Deutzer Bahnhof verteilten Mitarbeiter ein Pixi-Buch, das der AdBlocker-Plus-Betreiber selbst produziert hat. Unter dem Titel „Lina und Anton entdecken die Internet-Werbung“ soll auf Werbe-Verweigerer aufmerksam gemacht werden. Mittlerweile nutzen rund ein Fünftel aller Internetnutzer einen sogenannten AdBlocker – für die Werbebranche entsteht so ein enormer Schaden. Das wird eines der Probleme sein, das die Branche in den kommenden Jahren lösen muss – und auch Start-ups können dazu einen Beitrag leisten.