Foodpanda

Das Start-up wurde von Ralf Wenzel und Ben Bauer gegründet und ist mittlerweile Teil der Start-up-Schmiede Rocket Internet. Die Essens-Bestellplattform hat im vergangenen Jahr von Wagniskapitalinvestoren 60 Millionen US-Dollar erhalten, Rocket steuerte im Mai ebenfalls einige Millionen bei – und Foodpanda expandiert weiterhin sehr aggressiv. In den ersten drei Jahren nach der Gründung war das Unternehmen bereits in 45 Ländern aktiv. Damals wurde verkündet, dass man zunächst nicht in weitere Länder expandieren, sondern in den Städten Fuß fassen möchte. Dabei konzentriert sich das Unternehmen vor allem auf Entwicklungs- und Schwellenländer, um dort Marktführer zu werden. Denn nur dann lohnt sich das Geschäft mit der Vermittlung von Essensbestellungen: Hohen Initialkosten stehen so sehr geringe variable Kosten gegenüber.

Die derzeitigen Zahlen hingegen sind nicht allzu positiv. Zwar konnte Foodpanda sein Umsatzwachstum mehr als verneunfachen und liegt nun bei einem Wert von 6,7 Millionen Euro. Das liegt allerdings auch daran, dass das Start-up 2013 gerade einmal 700.000 Euro einnahm. Das Plus kommt vermutlich vor allem durch seine insgesamt 16 (!) Akquisitionen beziehungsweise Tauschaktionen zustande. Die Verluste sind mit 38,5 Millionen Euro demzufolge auch ziemlich hoch. Ein Grund dafür dürften die hohen Investitionen für die Zukäufe sein. Gab Foodpanda 2013 nur 400.000 Euro aus, waren es 2014 43 Millionen Euro. Dass das Unternehmen trotzdem liquide ist, liegt an diversen Finanzierungsrunden im vergangenen Jahr. Aktuell liegt die Bewertung bei 310 Millionen US-Dollar.

Es nicht das einzige Rocket-Unternehmen im Bereich der Lebensmittel, viel mehr wird dort voll auf den Markt gesetzt. Mit Hello Fresh, Shopwings oder Bonativo beteiligte sich der Berliner Inkubator gleich an mehreren Geschäftsmodellen. Erst vor kurzem investierte das Unternehmen der Samwer-Brüder auch in den Lieferdienst Delivery Hero.