Tipp 6: Delegieren

Ein Gründer kann nicht alles alleine machen. Gleichzeitig muss er aber auch nicht zehn Mitarbeiter einstellen, wenn das Unternehmen noch ganz am Anfang steht. Ein Weg, um die Arbeit trotzdem zu bewältigen und sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können, kann Outsourcing sein. „Ohne zu delegieren, halten wir das Wachstum unserer Firmen auf“, heißt es in dem Buch.

Allerdings muss sich jeder Gründer zuerst seiner Kernkompetenz bewusst werden. Denn diese sollte er niemals auslagern. „Apple würde niemals das Design von Produkten outsourcen“, schreibt Battles. Es definiere den US-Konzern als Unternehmen und sei einer der Hauptwettbewerbsvorteile. Genau so muss auch ein Start-up agieren.

Nicht um die Steuer kümmern

Gleichzeitig darf der Gründer nicht alle unangenehmen Aufgaben abgeben: Der Verkauf zählt nun einmal zu einem wichtigen Punkt für ein Start-up. Diesen müsse der Entrepreneur gerade am Anfang selbst machen, damit er überhaupt eine Idee davon erhält, wie sein Produkt beim Kunden ankommt und was möglicherweise noch zu verbessern ist. Andere Bereichen könnten hingegen leichter ausgelagert werden, etwa die Buchhaltung oder die rechtliche Beratung.

Die Vorteile, die Ryan Battles in seinem Ratgeber aufzählt, dürften manchem deutschen Gewerkschafter allerdings die Zornesröte ins Gesicht treiben. Der Autor schwärmt, dass der Gründer keine Zusatzleistungen wie Urlaubsgeld zahlen oder Platz schaffen muss. Und die Hilfskräfte müssten auch selbst ihre Steuer machen, darum müsse sich der Entrepreneur nicht kümmern.