Tipp 3: Konferenzen

In Zeiten der weltweiten Vernetzung müssen wir nicht mehr jede Konferenz selbst besuchen. Wenn eine Veranstaltung in Chicago stattfindet und sie via Livestream im Internet übertragen wird, können wir sie theoretisch auch aus dem Bett heraus verfolgen. Doch für Ryan Battles geht es bei den Konferenzen sehr viel weniger um die Inhalte, die man sich zur Not auch über andere Wege besorgen kann, sondern viel mehr um die Vernetzung mit anderen Gründern.

„Eine Konferenz gibt einer großen Anzahl an Personen mit ähnlichen Interessen die einzigartige Möglichkeit, sich abseits der Arbeit kennenzulernen“, schreibt der Autor. Da Konferenzen durchaus auch Arbeit bedeuten können und dort oft Menschen, die sich ohnehin schon kennen, aufeinander treffen und miteinander sprechen, klingt Battles Satz zwar etwas euphemistisch. Doch die Botschaft ist klar: Netzwerken, netzwerken, netzwerken.

Nicht auf das Smartphone gucken

Dafür sollten Gründer nach Ansicht des US-Amerikaners schon vor der Konferenz den Sprechern schreiben und dem Hashtag auf Twitter folgen, um interessante Gesprächspartner vorab zu finden. Auf der Konferenz sollte der Entrepreneur möglichst viel Kontakt mit den Teilnehmern suchen. Er könne die Menschen nicht verstehen, die sich in einer Pause auf einer Konferenz in ihre Smartphone-Screens vertieften, schreibt Battles. Stattdessen solle sich der Gründer lieber dem Sitznachbarn vorstellen und ihn nach seiner Arbeit fragen.

Übrigens ist Ryan Battles trotz seines Faibles für das Netzwerken kein Fan von Visitenkarten. Er selbst nehme nie welche mit zu Konferenzen. Sein Trick: Er fragt nach der E-Mail-Adresse des Gegenübers, damit er selbst den ersten Schritt auf die Person zugehen muss. Wenn die Konferenz vorbei ist, schreibt er das Gegenüber dann an. Dadurch vermeidet er die Situation, dass die eigene Visitenkarte in der Jackentasche des Gesprächpartners nur eine von vielen ist.