Tipp 2: Zeitmanagement

Investoren finden, Produkt ausbauen, Kunden werben: Entrepreneure haben eigentlich nie genug Zeit. Auch daher rührt der Ruf, Gründer arbeiteten rund um die Uhr. Doch dass lange Tage nicht immer effektiv genutzt sind, ist kein Geheimnis: Unsere Energie fließt nicht gleichmäßig über 24 Stunden hinweg.

Um effizient zu arbeiten, empfiehlt Battles daher, herauszufinden, zu welcher Tageszeit sich ein Gründer am aktivsten und energetischsten fühlt und den Tag entsprechend zu strukturieren. Battles Tipp: Das Wichtigste zuerst erledigen. Um Punkt für Punkt auf der Gründer-Agenda streichen zu können, sollen sich Entrepreneur zudem einen wöchentlichen Plan zulegen, indem sie für jeden Tag zwei wichtige Aufgaben formulieren. Wer noch gerne weiter im Voraus plant, kann sich auch eine monatliche oder sogar jährliche Struktur aufschreiben.

Lieber zwei Stunden E-Mails schreiben als zwei Mails pro Stunde

Ist dieser Schritt erledigt, muss sich der Gründer auf das Essentielle konzentrieren. Es gehe nicht darum, jede Essenseinladung auszuschlagen, sondern darum, sie nur dann anzunehmen, wenn sie wirklich weiterbringt. Dazu stellt Battles auch die Frage nach dem Zeitvertreib: „Was sind die 80 Prozent der Aufgaben, die dich nur 20 Prozent weiterbringen? Und welche 20 Prozent der Aktivitäten aus dem vergangenen Jahr haben dir den größten Erfolg eingebracht?“ Fragen, die auch Arbeitnehmer abseits des Unternehmertums durchaus für sich selbst beantworten sollten.

Zum Zeitmanagement gehört auch, ähnliche Aufgaben hintereinander abzuarbeiten. Es macht also für einen Gründer beispielsweise mehr Sinn, zwei Stunden am Tag E-Mails zu schreiben, als alle halbe Stunde eine einzelne zu beantworten. Battles bezeichnet diesen Schritt als „Friktion“, die aus dem Alltag entfernt wird. „Was auch immer dein Lebensziel ist: Wenn du dauerhaft die Zeitmanagement-Strategien anwendest, wirst du maximalen Fortschritt erleben“, schreibt der Autor.