Vegetarischer Fleischersatz aus Sri Lanka, ein Spezialmesser für Friseure, Sportkleidung für Cheerleader – mit diesen Produkten wollen die Gründer heute Abend die Jury überzeugen. 

Pünktlich um 20.15 Uhr startet heute auf Vox die vierte Staffel der Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“: Fünf Start-ups präsentieren ihre Geschäftsideen und hoffen auf die Begeisterung – und das Geld – der Löwen.

Zur Vorbereitung auf die Sendung präsentieren wir an dieser Stelle alle Teilnehmer im Kurzüberblick:

Catch>>Up aus Wuppertal
Tobias Gerbracht, der 20-Jährige Gründer von „Catch>>Up”, entdeckte bereits mit sechs Jahren seine Erfinder- und Forscherleidenschaft. 2016 und 2017 gewann der Wuppertaler den Bundeswettbewerb „Jugend forscht”, heute studiert er Industrial Design und unterrichtet zudem als Dozent an der Junior-Universität Jugendliche bis zum Alter von 20 Jahren im Bereich der CAD-Konstruktion kombiniert mit Virtual Reality. In der „Höhle der Löwen” stellt Tobias Gerbracht seinen eigens entwickelten Aufsatz „Catch>>Up” für Staubsauger vor. Schnell verschwinden kleine Teile wie z. B. Schmuck, Schrauben, Münzen oder Spielzeug auf Nimmerwiedersehen im Staubsaugerbeutel. „Catch>>Up” dagegen fängt Kleinteile auf, bevor sie in den Staubbehälter gelangen können. So kann nun endlich jeder sorglos unter der Couch, hinter Möbeln, auf gemusterten Teppichen, unter dem Autositz sowie in anderen uneinsichtigen Bereichen saugen und sichergehen, dass nichts mehr verloren geht. „Mein Traum ist es, dieses Produkt erfolgreich auf den Markt zu bringen. Alleine schaffe ich das nicht”, so Tobias vor seinem Pitch. Er benötigt von den Löwen nicht nur 100.000 Euro für die Markteinführung seines Produktes, sondern auch jemanden, der ihm mit Erfahrung und Expertise zur Seite steht. Im Gegenzug bietet der 20-Jährige 35 Prozent der Firmenanteile an. Erkennen die „Löwen“ das Potenzial in ihm und seiner Erfindung?

Jacky F. aus Bonn/Harsefeld
Julia Huthmann (34) hat den „Löwen” eine kulinarische Sensation aus Sri Lanka mitgebracht: Der vegetarische Fleischersatz aus Jackfruit. Das Fruchtfleisch der jungen Jackfruit in Bio-Qualität ist in Salzlake eingelegt und lässt sich dank der fleischähnlichen Konsistenz zu Frikadellen, Geschnetzeltem oder Curry verarbeiten. Das gesunde Superfood ist reich an Ballaststoffen, enthält keinen Zucker, ist kalorien- und fettarm. Der studierten Wirtschaftsingenieurin kam die Idee zu „Jacky F.”, die asiatische Frucht aus der Dose, 2015. Zu der Zeit arbeitete und lebte Julia in Sri Lanka. Als sie 2016 zurück in Deutschland war, gründete sie ihr Unternehmen und begann die ersten Dosen „Jacky F.“ zu verkaufen. Innerhalb von zwei Wochen war sie ausverkauft und seit der zweiten Jahreshälfte 2017 hat sie ihr Geschäft im größeren Stil ausgebaut. Ihr Unternehmen ist bisher komplett aus Eigenmitteln finanziert – doch um weiter zu expandieren, Lieferungen ins europäische Ausland und an  Gastronomiebetriebe zu realisieren, benötigt die junge Unternehmerin 260.000 Euro und würde dafür zehn Prozent ihrer Firmenanteile abgeben. Ob die „Löwen” auf den Geschmack kommen und in „Jacky F.” investieren?

Volatiles Lighting aus Berlin
„Wir bringen Magie an ihre Wände“ versprechen Florian Nübling (36) und Tiziana Kleine (50) den „Löwen“ mit ihrer Weltneuheit „Volatiles”. Die ultraflachen Lichtmodule können Millionen von Farben darstellen, so dass sich immer wieder neue unterschiedliche Kompositionen kreieren lassen. Durch die berührungsintensiven Mosaiksteine lässt sich per sanftes Streichen über die Wand die Lichtfarbe ändern oder Muster auf die Wand zeichnen. In welcher Größe und in welcher geometrischen Form die quadratischen Moasikmodule an Wand oder Decke installiert werden sollen, kann der Kunde individuell entscheiden. Mittels einer App lässt sich die Wand kinderleicht bedienen – lediglich ein Stromanschluss und ein WLAN-Netz ist dazu notwendig. Ihre leuchtende und voll programmierbare Glasmosaik-Wand sieht beeindruckend aus, doch ist es auch ein Investment Case? Für ihre Erfindung wollen die Gründer 500.000 Euro von den „Löwen“ einsammeln und bieten dafür zehn Prozent ihrer Firmenanteile. Werden Florian Nübling und Tiziana Kleine die Investoren überzeugen können?

SWEDISH FALL aus Hamburg
Kennengelernt haben sich Silja Stallbaum (23), Lara Stallbaum (23), Marius Krüger (29) und Jonas Detlefsen (23) während ihres Studiums. Außerdem haben Marius und die Zwillinge Lara und Silja noch ein gemeinsames Hobby: Das Cheerleading. Und genau daraus entstand die Idee für ihr Start-up. Auf der Suche nach hochwertiger und stylischer Kleidung für ihre Sportart wurden sie nicht fündig. Also haben sie gemeinsam den Entschluss gefasst, dieses Problem selbst zu lösen. „SWEDISH FALL” – benannt nach einem Cheerleading-Stunt – bietet funktionale und stilvolle Sportswear für Frauen. Die Shorts und Leggins sind mit Anti-Rutsch-Noppen ausgestattet, die bei den speziellen Hebefiguren besseren Halt geben. Bei den Oberteilen wie Tops und den Sport-BHs wird besonders darauf geachtet, dass sie Support bei allen Bewegungsabläufen bieten. Ihre Vision: den gesamten athletischen Sportmarkt mit ihrer Kleidung erobern und mit ihrer Marke die Aufmerksamkeit in Deutschland für Sportarten wie Turnen, Gymnastik, Tanzen oder eben Cheerleading zu steigern. Um das zu erreichen, benötigen die vier Hamburger Gründer und Gründerinnen 180.000 Euro und bieten dafür 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.

Calligraphy Cut aus Oelde
Der Friseurmeister und internationale Friseurtrainer Frank Brormann (53) möchte mit seinem „Calligraphy Cut” die Welt des Haareschneidens revolutionieren. Mit dieser Technik werden die Haare mit einer Art Messer in einem bestimmten Winkel schräg angeschnitten und das Haar bekommt dadurch mehr Fülle, wird elastischer und besser frisierbar. Weniger Spliss, mehr Glanz verspricht Frank Brormann. Auch eine Studie der FH Münster zeigt, dass durch die Nutzung des Calligraphen die Schnittoberfläche homogen und glatt ist. Dank seiner Erfindung soll ein Haarschnitt mit einer Schere schon bald der Vergangenheit angehören. Doch ist sein innovatives Schneideinstrument ein Investment von einer halben Million Euro wert? Im Gegenzug bietet er 20 Prozent seiner Firmenanteile an. Steigt ein „Löwe“ auf diesen Deal ein?