Von Mitteln für einen besseren Schlaf über Insektenburger bis hin zu einer Säuglings-Simulation: Diese Ideen werden heute in der Gründer-Show präsentiert.

Großes Publikum für Gründer: Im Schnitt drei Millionen Zuschauer haben in der vergangenen Woche die Start-up-Show „Die Höhle der Löwen“ verfolgt. Heute Abend strahlt Vox die dritte Folge der neuen Staffel aus. Unsere Vorschau zeigt, welche Gründer mit welchen Geschäftsideen um die Gunst der TV-Investoren buhlen.

Smart Sleep
Per Kautaublette oder Trinkampulle zu einem besseren Schlaf: Das verspricht Markus Dworak. Mit seinem in Erkrath bei Aachen ansässigen Start-up Smart Sleep vertreibt der Schlafforscher Nahrungsergänzungsmittel, das die natürlichen Erholungsprozesse während des Schlafs beschleunigen soll. 14 Jahre lang hat Dworak nach eigenen Angaben an der Formel getüftelt – herausgekommen ist eine Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren und Kreatin. Das Konzept hat der Gründer auch schon im Elevator Pitch der WirtschafsWoche vorgestellt. Den Löwen bietet er nun zehn Prozent der Firmenanteile und erhofft sich dafür eine Finanzspritze von 250.000 Euro.

Dot on Art
Kunstwerke ohne eigenes Talent erstellen: Das hat schon das Konzept „Malen nach Zahlen“ zum Ziel gehabt. Eine alternative Variante haben Annette Siegle (41) aus Schwieberdingen, Tanja Haller (45) aus Stuttgart und Julia Habermaier (41) aus Kornwestheim entwickelt. Die drei Schwäbinnen vertreiben mit ihrem Start-up „Dot on Art“ Punkteraster, die Kunden nach Vorlagen mit bunten Klebepunkten versehen. Heraus kommen dabei Poster mit kunstvoll pixligen Bildern. Das Trio will nun bei den Löwen punkten: Sie bieten 20 Prozent ihrer Unternehmensanteile für 100.000 Euro an.

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Bugfoundation
Alternativen zu klassischen Rindfleisch-Burgern sind en vogue: In den USA begeistert Impossible Foods mit rein pflanzlichen Patties, in den Niederlanden züchtet Mosa Meat Rindfleisch in Bioreaktoren. Auch Baris Özel aus Osnabrück und Max Krämer aus Bremen wollen den Burgergenuss nachhaltiger und klimafreundlicher machen. Ihre Burger bestehen aus Buffalowürmern und vegetarischen Zutaten. Einige Restaurants haben die Gründer schnell von dem Geschmack überzeugt, auch in Supermärkten findet man die Insektenburger bereits. Nun erhoffen sie sich eine größere Bekanntheit – und ein Investment von 225.000 Euro. Von 7,5 Prozent ihres Start-ups Bugfoundation würden sie sich dafür trennen.

Plankpad
Beim Fitnesstraining mit dem eigenen Körpergewicht darf eine Übung nicht fehlen: Unterarmstützen, auch „Planks“ genannt. Anders als bei Liegestützten geht es dabei darum, die Position möglichst lange zu halten. André Reinegger (40) fand die Übung zwar gut für den Rücken aber auch extrem langweilig – er hat deswegen das „Plankpad“ sowie eine App mit Spielen entwickelt. Während der Übung stützt man sich auf das Balance-Board, zwischen den Armen liegt das Smartphone. So steuert man durch die leichten Kippbewegungen beispielsweise eine Spielfigur. Für sein in Aachen ansässiges Start-up erhofft sich Reinegger ein Investment von 50.000 Euro – und bietet dafür 15 Prozent der Firmenanteile.

Sim Characters
Das Start-up „Sim Characters“ aus Wien will die „Löwen“ mit der Hightech-Puppe Paul überzeugen. Die Puppe simuliert ein 27 Wochen Baby – und soll Medizinern helfen, die Versorgung von Frühgeborenen unter realistischen Bedingungen zu üben. Gründer Jens Schwindt (44), bis 2015 Oberarzt auf der Neugeborenen-Intensivstation der Medizinischen Universität Wien, und sein Geschäftspartner Michael Hoffmann (54) hoffen auf ein Investment von einer Million Euro und würden dafür zehn Prozent der Firmenanteile abgeben.