Erlebnisübernachtungen, elektrische Rollatoren und Waschlappen: Diese Ideen werden in der heutigen Ausgabe der Start-up-Show präsentiert.

Die Latte ist hoch gesetzt: Satte 1,5 Millionen Euro hat sich das Start-up Smartsleep bei der in der vergangenen Woche ausgestrahlten Folge von „Die Höhle der Löwen“ gesichert. Auf neue Rekorddeals – und gute Einschaltquoten – hoffen auch die sechs Gründerteams der heutigen Ausgabe. Hier ihre Geschäftsideen im Schnelldurchlauf.

TwerXout
Nicht weniger als einen neuen Fitnesstrend möchten Kristina Markstetter (27) und Rimma Banina (33) schaffen. Die beiden Hannoveranerinnen kombinieren Fitnessübungen und Tanzbewegungen, die besonders die Bein- und Gesäßmuskulatur trainieren sollen. Angelehnt am Tanzstil Twerking, bei dem die Tänzer die Hüften kreisen lassen, haben sie ihr Programm „TwerXout“ getauft – und sich den Namen beim Patent- und Markenamt schützen lassen. Ihr Geschäftsmodell: In zweitägigen Workshops bilden sie lizenzierte „TwerXout“-Trainer aus. Die Lizenz gilt für ein Jahr und muss dann entsprechend verlängert werden. Bisher haben Markstetter und Banina knapp 50 Trainer ausgebildet. Nun wollen sie das Geschäft ausbauen und bieten zehn Prozent ihrer Firmenanteile gegen ein Investment von 50.000 Euro an.

Sleeperoo
Übernachtungen zum Erlebnis machen: Das ist das Ziel von Karen Löhnert (55) und Dennis Brosseit (33). Entwickelt haben sie eine Art quadratisches Zelt, das sie „Sleepcube“ getauft haben – und an ungewöhnlichen Orten aufstellen. Kunden können so beispielsweise eine Nacht im Fußballstadion, im Schwimmbad oder auf einer Alpakafarm verbringen. Ab 90 Euro geht es los. Auch wenn die Gründer bereits Kapital über die Bank eingeholt haben – um ihr Konzept von „Sleeperoo” auf den Weg zu bringen, suchen die Hamburger nun neben einem Investment von 250.000 Euro einen Partner, der Kompetenz im Bereich der Vermarktung mitbringt. Dafür bieten Löhnert und Brosseit 20 Prozent der Firmenanteile an.

Smicies aus Leipzig
„Maximaler Geschmack in minimaler Form” – das versprechen Immanuel P. Rebarczyk (33) und Carola A. Stock (28). Mit ihren „Smicies“ haben sie einen herzhaften Sack in Pastillenform entwickeln. Die Idee: Immer wenn die figur- und gesundheitsbewussten Kunden der Heißhunger auf etwas Herzhaftes packt, sollen sie beherzt zugreifen. Jeder der Minisnacks, so werben die Gründer, hat nur zwei Kalorien. Aktuell gibt es die drei verschiedenen Geschmackssorten Italian Pizza, Cheese Gratin und Bacon Pita. Die beiden Leipziger möchten gemeinsam mit den „Löwen” ihre „Snackolution” an der Supermarkkasse starten. Sie erhoffen sich ein Investment von 50.000 Euro im Tausch gegen 15 Prozent der Firmenanteile.

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eMovements
Mit einem Rollator treten Benjamin Rudolph (30), Max Keßler (30) und Matthias Geertsema (29) an. Die Besonderheit: Sie haben der Gehhilfe einen Elektromotor verpasst. Der „Ello“ soll es Senioren so erleichtern, Hügel hochzukommen. Bergab bremst der elektrische Rollator und hilft so, Stürze zu vermeiden. Weitere Features sind eine integrierte Feststellbremse, Licht, eine Hupe und ein Knopf, über den sich im Notfalle eine SMS an Angehörige mit der entsprechenden Position verschicken lässt. Bereits 2017 hat das Start-up des Gründertrios – eMovementseine Anschubfinanzierung von einem Business Angel erhalten, erste Rollatoren wurden bereits verkauft. Um das Marketing auszubauen, hoffen die Gründer aus Stuttgart auf eine Finanzspritze von 250.000 Euro. Im Gegenzug bieten sie zehn Prozent der Firmenanteile an.

Gearflix
Das Unternehmen von Marius Hamer (35) ist ein Start-up mit einer über 100 Jahre alten Geschichte. Sein Urgroßvater gründete 1910 ein Fotofachgeschäft im Ruhrgebiet. Als der Umsatz in Zeiten des boomenden Internethandels einbrach, stieg der Unternehmensberater ins Familienunternehmen ein. Mit „Gearflix” entwickelte er ein neues Geschäftsmodell: Statt für den Urlaub oder die Hochzeit teures Foto-Equipment zu kaufen, kann man es bei „Gearflix” mieten. Um das in Bochum ansässige Start-up nach vorne zu bringen, braucht Marius Hamer nun Kapital. Sein Vorschlag: 300.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. Überzeugen muss er potenzielle Investoren wohl auch davon, dass Gearflix mit seinem Fokus auf Kameras gegen den wesentlich breiter aufgestellten Konkurrenten Grover bestehen kann. Der hatte jüngst 37 Millionen Euro eingesammelt.

Waschies
Eine umweltfreundliche Alternative zu Feuchttüchern haben Marcella Müller (35) und Carolin Schuberth (43) aus Kulmbach entwickelt. Ihre Wachepads „Waschies“ bestehen aus Hightech-Fasern, die nicht kratzen. Zum Reinigen der Haut soll Wasser genügen. Die wiederverwendbaren Pads sollen nach dem Waschen auch ohne Weichmacher flauschig blieben. Aktuell gibt es die „Waschies“ in zwei Ausführungen – einmal als Abschminkpads für die Erwachsenenhaut und einmal als Reinigungspads für Babys. Online und in einigen Läden sind die Pads bereits zu kaufen – mit 50.000 Euro wollen die Gründerinnen nun den Vertrieb weiter ankurbeln. Zehn Prozent der Anteile wollen sie dafür abgeben.