Frittenlove
2011 erhielt Koch Sascha Wolter mit seinem Restaurant einen Michelin-Stern – doch irgendwann beschloss er, nur noch Pommes zu machen. „Frittenlove“ war geboren. Von Massenprodukten wollte sich Wolter deutlich abheben: Er experimentierte mit allerlei Zutaten, um den Kartoffelprodukten einen besonderen Geschmack zu geben. Mittlerweile bietet sein Unternehmen, das er zusammen mit seiner Frau Ina betreibt, unter anderem Fritten mit Kichererbsen, Kürbiskernen und Truffelöl an. Zu den Abnehmern gehört der Großhandel, der die Gastronomiebranche beliefert. Mit einem Investment von 60.000 Euro wollen die Gründer aus Backnang bei Stuttgart die Produktionskapazitäten erhöhen und Marketingaktivitäten ausbauen. Sie bieten zehn Prozent der Firmenanteile.

Privalino
Einen Messenger für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren stellt das Start-up Kitext aus Frankfurt vor. Die Besonderheit von Privalino: Im Hintergrund analysiert ein komplexer Algorithmus den Schreibstil der Chat-Partner – und soll so erkennen, wenn das Kind unwissentlich mit einem Erwachsenen chattet. Der Grund: Immer wieder werden Kinder Opfer von sogenannten Cyber-Groomer, also (erwachsenen) Menschen, die versuchen, über anonyme Chatplattformen sexuelle Kontakte anzubahnen. Erkennt die künstliche Intelligenz von Privalino gefährliche Muster, bekommt das Kind einen Warnhinweis. Bei mehreren verdächtigen Nachrichten werden auch die Eltern kontaktiert und der Chat unterbrochen. Die Gründer Patrick Scheider und Nicolai Erbs würden gegen ein Investment von 250.000 Euro 15 Prozent ihrer Firmenanteile abgeben.

Kuchentratsch
Katharina Meyer und Anna Bründermann servieren den „Löwen” selbst gebackenen Kuchen – gebacken von Oma Anni und Opa Norbert. Kuchentratsch ist ein soziales Start-up, bei dem mittlerweile über 35 Seniorinnen und Senioren Kuchen backen. Gemeinsam stehen sie in der Münchner Backstube, können neue Kontakte knüpfen und sich gleichzeitig etwas zur Rente dazu verdienen. Die fertigen Backwaren werden an Münchner Cafés und über den eigenen Onlineshop an Firmen und Privatkunden geliefert. Von den „Löwen“ erhoffen sich die Gründerinnen ein Investment von 100.000 Euro, um die Versandverpackung und den Onlineshop zu optimieren. Als Beteiligung bieten sie zehn Prozent des Unternehmens.