Waterdrop, Boneguard, Roadads Interactive, Fitseat, Milquino und Fugentorpedo ringen in der Gründer-Show um einen Investor.

Die Geschichte von Frank Bendix passte perfekt in „Die Höhle der Löwen“: Der Erfinder von Relaxopet warb in der vergangenen Folge damit, dass sein Beruhigungsgerät für Tiere schon erfolgreich bei Löwen im Leipziger Zoo eingesetzt worden sei. Doch der will von den angeblichen Tests nicht wissen, wie Recherchen der „Bild“-Zeitung ergaben – das Boulevard-Blatt wittert „TV-Schummel“.

Ob durch die Geschichte nun Konsequenzen drohen, ist noch ungewiss. Fest steht: Gründer, die Investoren anflunkern, tun sich auf Dauer keinen Gefallen. Dass sie ihre Produkte in den höchsten Tönen loben, gehört indes zu jedem Pitch – und wird auch heute Abend (20:15 Uhr, Vox) wieder zu beobachten sein. Hier die Kurzvorschau zu Folge neun:

Waterdrop
Brausetabletten mit Magnesium oder Vitamin C gehören zum Sortiment jedes Drogeriemarkts. Den vermeintlich gesättigten Markt aufmischen will nun ein Wiener Start-up: Christoph Hermann (34), Martin Donald Murray (33) und Henry Wieser (28) haben zuckerfreie Brausewürfel in sechs Geschmacksrichtungen entwickelt. Sie werben damit, dass ihre „Waterdrops“ zuckerfrei sind, echte Frucht- und Pflanzenextrakte enthalten und vitamreich sind. Vertrieben werden die Würfel in eigenen Geschäften, in einem Onlineshop, über den Handel und die Gastronomie. Um die Expansion in Deutschland voranzutreiben, hofft das Trio auf ein Investment von einer Million Euro. Sie bieten zehn Prozent der Firmenanteile.

Boneguard
Sonja Labitzke (43) aus Mechernich will Hunde davor bewahren, versehentlich zu große Knochenstücke zu verschlucken. Dazu hat sie „Boneguard“ entwickelt, einen Halter für Kauknochen, Rinderkopfhautstreifen und Ochsenziemer. Der Kausnack wird in eine Schale aus Naturkautschuk eingesteckt und mit einer Schraube fixiert. Den „Boneguard” gibt es aktuell in vier verschiedenen Größen und dazu verschiedene Snacks. Um expandieren zu können, benötigt die Gründerin 100.000 Euro und würde dafür 15 Prozent ihrer Firmenanteile abgeben.

Roadads Interactive
Lkws in digitale Werbeflächen verwandeln: Das ist das Ziel von Roadads Interactive. Das Mannheimer Start-up rüstet dazu Lkws mit 64 Zoll großen E-Paper-Displays aus, die per GPS, LTE und WLAN vernetzt sind. So können Werbeanzeigen gezielt regional ausgespielt und automatisch geändert werden, wenn der Lkw eine Landesgrenze passiert. Zu den Werbekunden gehören unter anderem bereits Burger-King, die VR Bank Rhein-Neckar und das E-Commerce-Unternehmen Rebuy. Andreas Widmann, der das Start-up zusammen mit seinem Vater gegründet hat, benötigt ein Wachstumskapital von 500.000 Euro und bietet dafür zehn Prozent der Firmenanteile.

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Fitseat
Der ehemalige Leistungssportler Jan Gumprecht (36) aus Ismaning bei München will Menschen, die im Büro arbeiten, dazu animieren, sich mehr zu bewegen. Dazu hat er Fitseat entwickelt – eine Kreuzung aus Bürostuhl und Fahrrad-Ergometer. Quasi nebenher können die Nutzer so an ihrer Fitness arbeiten. Per App lässt sich das bisherige Trainingsprotokoll einsehen. Bisher vertreibt Gumprecht den Fitseat unter anderem über den Online-Shop. Um die Firma weiter auszubauen, erhofft sich der Gründer ein Investment von 150.000 Euro. Er bietet dafür zehn Prozent der Firmenanteile.

Milquino
Ein Automat, der auf Knopfdruck Babyfläschchen zubereitet – den haben Corina (33) und Jochen Riedinger (36) entwickelt. Die Idee zu „Milquino“ kam dem Ehepaar, als ihr kleiner Sohn geboren wurde. Der Babymilch-Vollautomat erledigt alle wichtigen Schritte, die man für das perfekte Babyfläschchen braucht: Er sterilisiert das Wasser, bringt es auf die richtige Temperatur und dosiert exakt die richtige Menge an Milchpulver. Am Ende muss das Fläschchen nur noch leicht geschüttelt werden. Um die Produktion zu verbessern und den Vertrieb anzukurbeln benötigen die Gründer aus Dillingen 250.000 Euro. Dafür bieten sie 25 Prozent an ihrer Firma.

Fugentorpedo
Nicht nur ausgebildete Fliesenleger wie Bernd Müller (56) kennen das Problem mit verschmutzten Fugen. Zusammen mit seinen Geschäftspartnern Matthias Herrnbröck (57) und Frank Eckert (41) entwickelte er den „Fugentorpedo”, der Kalkablagerungen, Fett, Schimmel und Shampoo-Rückständen an den Kragen geht. Mit der Schleifvorrichtung aus Industriediamanten wird die Zementfuge bearbeitet, danach kann die Fuge mit der passenden Bürste und einem geeigneten Reinigungsmittel gesäubert und zum Abschluss mit einem Fugenschutzstift imprägniert werden. Für ihr Münchener Unternehmen suchen die drei Gründer nun einen strategischen Partner, der 100.000 Euro investieren möchten. Sie bieten 15 Prozent ihrer Firmenanteile an.