Die Flüchtlingsdebatte war das bestimmende Thema dieser Woche – und hat auch die Start-up-Szene nicht kalt gelassen.

Die „Gründerszene“ hat Projekte zusammengestellt, die Flüchtlingen helfen sollen, darunter die Plattform „Betterplace“, die weitere Projekte auflistet, um den Menschen zu helfen. Auch einige Blogger haben sich zusammengeschlossen, um Spenden zu sammeln und auf dem eigenen Blog oder in den sozialen Medien zu teilen. Viele Blogger haben den Aufruf bereits geteilt, darunter Nico Lumma, Karla Paul und Foodblogger Stevan Paul. „Auf Grund der überwältigenden Resonanz auf die Initiative #BloggerFuerFluechtlinge kommen die Spenden nun vielen verschiedenen Projekten in ganz Deutschland zugute.“

Wenn alles nach Plan gelaufen wäre, dann würde Christoph Gerlinger schon seit gut sechs Wochen ein börsennotiertes Unternehmen leiten. Doch statt am 17. Juli mit der German Start-ups Group an die Börse zu gehen, so wie es ursprünglich anvisiert war, sagte Gründer Gerlinger den IPO Ende Juli vorläufig ab. „Eine IPO-Absage gehört zu den unangenehmen Dingen“, sagte er im Interview mit WirtschaftsWoche Gründer.

Ansonsten gab es in dieser Woche aber auch wieder einige Finanzierungsrunde: Das Adtech-Start-up Remerge verkündete eine Finanzierungsrunde in Höhe von drei Millionen US-Dollar. Zeitgleich mit dem frischen Kapital verkündet das Start-up den Sprung in die Vereinigten Staaten. Mitgründer Benjamin Beivers wird für Remerge von der Tech-Hochburg San Francisco aus das US-Team aufbauen.

Geld gab es auch für die Online-Plattform Comatch, die Consultants, die früher bei den Top-Unternehmensberatungen, darunter McKinsey, Boston Consulting Group und Accenture, gearbeitet haben, vermittelt. Eine mittlere sechsstellige Summe gab es für das erst wenige Monate alte Start-up.

In das Fintech-Start-up Liqid hat der Berliner Frühphasen-Investor und Company Builders Project A Ventures investiert. Das Unternehmen will eine digitale Vermögensverwaltung anbieten, die sonst nur Kunden von Family Offices zur Verfügung steht. „Wir haben einen unteren einstelligen Millionenbetrag in der Frühphase investiert. Außerdem ist das Gründerteam investiert“, sagt Florian Heinemann, Mitgründer und Geschäftsführer von Project A, im Interview mit WirtschaftsWoche Gründer. Aber es war nicht das einzige Start-up, in das Florian Heinemann in dieser Woche investiert hat: Das Berliner Startup Movinga will die Umzugsorganisation ins Netz bringen – und hat dafür einen Millionenbetrag eingesammelt – unter den Investoren waren auch andere Business Angels, wie Christian Vollmann und Philipp Kreibohm.

In der „Höhle der Löwen“ zog in dieser Woche ein Intim-Deo zwei Investoren auf seine Seite – und sammelte damit 200.000 Euro ein, die unter anderem die Expansion nach Asien unterstützen sollte. Ein österreichisches Gründerteam wollte Geld für eine schwimmende Insel auf Wasser. Die Investoren waren nicht überzeugt: Am Ende gingen sie leer aus. Einen Deal macht an diesem Abend noch das Start-up, dass blaues Bier anbietet. Lencke Steiner und Jochen Schweizer investieren.

 

Transparenzhinweis: An Liqid ist die DvH Ventures beteiligt. Die Handelsblatt Media Group ist Teil der DvH Medien, zu der auch DvH Ventures gehört.