Etwa drei Viertel der investierten Gelder flossen im ersten Halbjahr 2017 in junge Unternehmen, die ihren Hauptsitz in Berlin haben. Mit 1,5 Milliarden Euro verbuchtem Risikokapital bleibt die Stadt die Start-up-Zentrale von Deutschland. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop kündigte in einem Statement an, dass Berlin sich weiter für die Belange der Gründer ins Zeug legen wolle – etwa mit mehr Flächen, die rund um das Flughafengelände in Tegel entstehen sollen. „Berlin braucht diesen Platz, um die Wirtschaftsentwicklung zu verstetigen, und nicht durch Flächenknappheit abzuwürgen”, sagt Pop. Auch ein Fintech-Hub, der noch in diesem Sommer starten soll, solle die starke Position der Hauptstadt stärken.

München ist “Best of the Rest”

Weit abgeschlagen hinter Berlin folgt Bayern – mit einer starken Konzentration von Tech- und Industrie-Start-ups in und um München. Hier wurden bislang in diesem Jahr 215 Millionen Euro investiert. Hamburg sichert sich mit 178 Millionen Euro Platz drei – hier sorgte allerdings der Kreditech-Deal für einen starken Sondereffekt.

In Nordrhein-Westfalen sank die Zahl der Transaktionen – von 22 auf 18 – als auch das Investitionsvolumen, welches sich um etwas mehr als ein Viertel auf 54 Millionen Euro verringerte. In Baden-Württemberg beobachteten die Berater eine umgekehrte Entwicklung: Hier stieg das Investitionsvolumen um 43 Prozent auf 67 Millionen Euro, die Zahl der Deals wuchs um ein Drittel auf 16.