Egal ob Start-up, etabliertes Unternehmen oder Non-Profit Organisation: Community lebt von Menschen. Von denen, die diese Community ins Leben rufen, Zeit, Geduld und Energie investieren, um sie wachsen zu lassen. Und von denen, die die Community prägen, sie unterstützen, als Botschafter fungieren und Türen öffnen. Wenn ein Unternehmen sich dazu entschließt, Community-Building zu betreiben und es dazu Menschen im Unternehmen damit betraut, die ohnehin schon eine lange To-Do-Liste haben, wird die Community höchstwahrscheinlich als ein lediglich weiterer Punkt auf der Liste laufen. Wenn ich aber das Community-Building als einen wichtigen Bestandteil meiner Unternehmensstrategie definiere, dann muss ich den Projektverantwortlichen entsprechende Freiräume gewähren. Ich erlebe oft, dass der Aufbau einer Community als zusätzliches Aufgabenfeld bestimmt wird und dementsprechend nicht mit voller Energie gemacht werden kann. Und viel wichtiger: Diversity schadet auch beim Community-Building nie. Oftmals erreiche ich durch die Mischung viel mehr, als nur immer die gleichen Leute, mit dem gleichem Hintergrund und aus der gleichen Branche einzuladen. Community-Building bedeutet sich zu vernetzen, über Branchen, Trends und Themen hinweg.

Auf starke Partner setzen

Ein Netzwerk kann nie schaden, eine Community erst recht nicht. Produkte und Dienstleistungen leben von Menschen, die in Social Media oder in ihrem Umfeld über das Unternehmen bzw. Produkt positiv sprechen. Veränderungen können nur mittels einer möglichst breiten Community herbeigeführt werden. Oftmals ist es Unternehmen aber nicht möglich mit eigenen Mitteln eben diese aufzubauen. Starke Partner gehören deshalb durchaus dazu. Es gibt so viele Netzwerke, die von Menschen getragen werden. Deshalb: Sucht Euch einen Partner, der bereits Erfahrung im Community Building hat und mit seiner Community zu Euch passt. Was in der Produktion gilt, gilt auch beim Community-Building. Arbeitsteilung ist ein Vorteil. Der eine Partner bringt Ideen, Produkte und sicherlich auch das Geld ein, der andere hat eine leidenschaftliche Community, die durchaus spannend ist. Deshalb mein Tipp, egal ob Start-Up oder Konzern: Lasst Euch inspirieren, schaut Euch um und sucht Euch bestehende Communities als Partner. Auch wenn der Slogan aus dem Bankenmarketing kommt: „Gemeinsam sind wir stark.“