Mit einem innovativen Stauschlauch wollen die Gründer von daisygrip für mehr Hygiene bei der Blutentnahmen sorgen. Wie steht es aktuell um das Start-up? 

„Als Arzt weiß ich, dass in den deutschen Krankenhäusern viel für die Hygiene getan wird. Trotzdem werden pro Jahr 900.000 Infektionen übertragen, jährlich sterben circa 30.000 Patienten.“ Mit dieser Aussage sicherten sich Konstantin Altrichter und Dr. med Karl Hartmann in der gestrigen zweiten Folge von „Die Höhle der Löwen“, die Aufmerksamkeit der Jury.

Eine Mitschuld daran, so die Rostocker, trage der Stauschlauch, mit dessen Hilfe den Patienten Blut abgenommen werde und der auf Grund seines Materials – einem Mix aus Elastan und Baumwolle – besonders schlecht von Keimen befreit werden könne. Die beiden 26-Jährigen versprachen mit ihrer Erfindung – einem Stauschlauch aus beschichtetem Silikon – genau dieses Problem zu lösen. Doch um den daisygrip auf den Markt zu bringen, brauchen Konstantin Altrichter und Karl Hartmann 100.000 Euro. Im Gegenzug boten sie den Löwen zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Carsten Maschmeyer war zum Einstieg bereit, allerdings zu anderen Konditionen. Karl Hartmann erzählt im Interview wie die Zusammenarbeit mit dem Investor weiterging und wo daisygrip heute steht.

Herr Hartmann, wie war das Feedback nach der gestrigen Ausstrahlung Ihres Pitches?
Bereits am Abend sind zahlreiche Anfragen bei uns im Postfach und auch telefonisch eingegangen – von Feedback zur Hygiene in Krankenhäusern über neue Produktideen bis hin zu Bestellungen, die unsere Server bis nah an die Belastungsgrenze gebracht haben. Die nächsten paar Wochen werden wir definitiv erstmal mit dem Abarbeiten der Anfragen und der Lieferung unserer Produkte beschäftigt sein. Schon vor der Ausstrahlung wurden 1000 Stück geordert, ein Ansturm der uns überrascht hat. Wir müssen jetzt erst einmal nachproduzieren.

Carsten Maschmeyer bot Ihnen die erwünschten 100.000 Euro, allerdings nicht für zehn, sondern für 25 Prozent Ihrer Firma. Mussten Sie lange überlegen, ob Sie mitmachen?
Wir hatten vor der Aufzeichnung festgelegt nicht über die 25 Prozent-Grenze zu gehen, uns gleichzeitig aber darauf verständigt, dass wir zwar eine rationale, auf Zahlen basierte Entscheidung treffen werden, jedoch unser Gefühl während des Pitches das Zünglein an der Waage sein lassen. Am Ende fiel die Entscheidung also ziemlich schnell.

Hatten Sie schon vor Beginn der Sendung auf Carsten Mascheyer als Investor gesetzt?
Wir hatten damit gerechnet, dass er, der ja einmal ein Medizinstudium begonnen hatte, sich für das Produkt interessieren könnte. Auch weil er in der Vergangenheit immer wieder in Start-ups aus dem Bereich Medizintechnik investiert hat.